Gestaltung von Piktogrammen Warum bei Verbotsschildern weniger mehr ist

Verbotsschilder in einer Sportanlage in Sendling.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Piktogramme sollen klar und simpel sein. Doch was einfach aussieht, ist oft schwierig zu gestalten. Zwei Münchner Professoren erklären, worauf es ankommt.

Von Kassian Stroh

Wann wirkt ein Verbotsschild? Und warum sind die berühmten Piktogramme, die der Designer Otl Aicher für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München entwarf, ein Vorbild? Ein Gespräch mit den Professoren Béla Stetzer und Xuyen Dam, die beide an der Hochschule München Kommunikationsdesign unterrichten.

SZ: Ein Verbotsschild soll ein bestimmtes Verhalten unterbinden. Welche Kriterien muss es dafür erfüllen?

Xuyen Dam: Es muss ohne Sprache und ohne Erklärungen auskommen. Das Schild müssen auch Menschen verstehen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen. ...

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