Veranstaltung Münchner Nacht der Demokratie

Von Robert Meyer

Immer öfter stellen antidemokratische Bewegungen gesellschaftliche Errungenschaften infrage. Dem möchte das Wertebündnis Bayern, ein Zusammenschluss von 168 zivilgesellschaftlichen Organisationen, mit der "Langen Nacht der Demokratie" an diesem Samstag in München etwas entgegensetzen. Demokratie funktioniere "nicht selbstverständlich", sagt Christian Boeser-Schnebel von der Universität Augsburg, der die in diesem Jahr erstmals bayernweit ausgerollte Demokratie-Nacht vor sechs Jahren in Augsburg initiierte.

Auf den mehr als 70 Veranstaltungen sollen Besucher über demokratische Werte diskutieren und reflektieren. Los geht es um 18 Uhr im Lovelace-Hotel, bis zwei Uhr nachts finden in ganz München verschiedene Events statt - unter anderem bei der Hanns-Seidel-Stiftung, im Einstein 28, in der Hochschule für Fernsehen und Film und im NS-Dokumentationszentrum, das seine Pforten von 19 bis zwei Uhr bei freiem Eintritt öffnet. Laut Veranstaltern soll es an diesem Abend vor allem ungewöhnliche Formate zum Thema Demokratie geben. So können Interessierte unter dem Motto "München isst bunt" zum Mitbring-Buffet in der Sendlinger Straße gehen, eine Kino-Radl-Nacht besuchen oder sich einen Vortrag über Werte im Mathematikunterricht anhören. Gemeinsam mit der Schirmherrin der "Langen Nacht der Demokratie", Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU), dürfen Besucher beim Gehörlosenverband auch über Partizipation und Gleichberechtigung philosophieren.

Seit Februar wird an der bayernweiten Veranstaltungsreihe gearbeitet, bei der neben München neun weitere Städte teilnehmen werden. Mehr Informationen und das vollständige Programm gibt es auf www.lange-nacht-der-demokratie.de/münchen.