FreizeittippsWas man am Vatertag in München unternehmen kann

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Ein Hoch auf die Väter: Zwei Männer stoßen auf der Müncher Hackerbrücke auf den Vatertag an.  Von solchen Klettermanövern ist aber abzuraten – wer dennoch einen Adrenalinkick braucht, für den gibt es in München sicherere und dennoch spannende Möglichkeiten.
Ein Hoch auf die Väter: Zwei Männer stoßen auf der Müncher Hackerbrücke auf den Vatertag an.  Von solchen Klettermanövern ist aber abzuraten – wer dennoch einen Adrenalinkick braucht, für den gibt es in München sicherere und dennoch spannende Möglichkeiten. Catherina Hess

Am 14. Mai ist Vatertag. In der Stadt gibt es, abseits der Sauftour mit dem Bollerwagen, andere besondere Angebote, diesen Tag zu feiern. Eine Auswahl.

Von Lena Mittermayr und Ariane Witzig

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Einsperren lassen im Escape-Room

Mit seiner Crew in einem kleinen U-Boot zum Meeresboden abtauchen und einen verlorenen Piratenschatz suchen oder sich mit Magie gegen dunkle Kräfte durchsetzen – diese und noch viele weitere Abenteuer bietet das „Escape Game München“. An sieben Standorten in München verteilt, gibt es diverse Escape-Rooms, aus denen es innerhalb von 60 Minuten auszubrechen gilt.

Von fantasievollen Herausforderungen in der Zauberschule oder spukhaften Séancen mit Dämonen, bis hin zu Szenarien wie der beim Geheimdienst – die Auswahl ist groß. Bei ausgewählten Spielen kommen VR-Brillen zum Einsatz, die den Abenteuern einen zusätzlichen Realitätskick verleihen sollen. Möglich sind die meisten Spiele schon ab zwei Personen, doch je mehr Leute, desto größer ist der Spaßfaktor (Infos unter escapegame-muenchen.de).

Adrenalinkick beim Paintball

Farbkugeln als Munition: Mit ihnen werden die Gegner beim Paintball „markiert“, beispielsweise in der Paintball-Zone in Garching oder im Munich Action Park „MAP“.
Farbkugeln als Munition: Mit ihnen werden die Gegner beim Paintball „markiert“, beispielsweise in der Paintball-Zone in Garching oder im Munich Action Park „MAP“. Ulla Baumgart/lkn

In Zeiten so vieler realer bewaffneter Konflikte auf der Welt haben Kriegssimulationen und Ballerspiele einen makabren Beigeschmack. Beim Paintball geht es jedoch nicht darum, den Gegner einfach abzuknallen wie in „Call of Duty“, sondern um das „Markieren“ der Gegner mit Farbkugeln. Paintball ist ein taktischer Gruppensport, bei der sich die Spielerinnen und Spieler mit einer Druckluftwaffe, dem „Markierer“, mit Farbbällen anschießen. Die Getroffenen sind für die jeweilige Runde disqualifiziert.

Das 3000 Quadratmeter große Indoor-Feld in der Paintball-Zone in Garching bei München ist das Größte seiner Art in Bayern und mit Häusern, Bunkern und Türmen ausgestattet – was man zum Verteidigen und Erobern eben so braucht. Allerdings spielt man in der Paintball-Zone nicht im klassischen Disqualifikations-Modus, sondern im „Respawn“-Modus. Dabei wird der Getroffene nicht vom Spielfeld verbannt, sondern kassiert lediglich einen Strafpunkt für das eigene Team. Die nötige Ausrüstung wird bereitgestellt, ein Vollgesichtsschutz und Teamwesten sorgen dafür, dass sich niemand verletzt (Infos unter paintballzone.de).

Mit etwa 2200 Quadratmetern ist der Munich Action Park „MAP“ zwar etwas kleiner als das Paintballfeld, aber nicht weniger actionreich. In der einstigen Trainingshalle des ehemaligen Olympia-Eissportzentrums gibt es beispielsweise einen Indoor Parkour, bei dem es verschiedene Hindernissen zu überwinden gilt. Außerdem gibt es noch Boulder-Wände, einen Calisthenics-Bereich mit Stangen, Barren und Softboden sowie eine Ninja-Warrior-Area - konzipiert wie in der RTL-Serie. Der Action-Park ist am Vatertag von 11 bis 20 Uhr geöffnet (Infos unter olympiapark.de).

Schlemmen wie im Mittelalter

Wer den Vatertag lieber entspannt bei einem guten Essen angehen lassen möchte, kann einfach ins Wirtshaus gehen. Oder dinieren wie im Mittelalter: Im Ritter Lancelot gibt es am Vatertag eine besondere Dinnershow zu Ehren der Väter. Bei einem Sechs-Gänge-Menü mit Spanferkel, Hochrippe und Griebenschmalz, Livemusik und altertümlichen Trinkspielen verwandeln sich der Tisch in eine große mittelalterliche Tafel. Neben den Fleischmenüs gibt es auch eine vegane Alternative. Speis und Trank wird nicht wie üblich von Kellnerinnen und Kellern serviert, sondern von Mägden und Knechten zu Tisch getragen (Infos unter ritterlancelot.de).

Cocktails shaken lernen

In der Bar „Die Krake“ verraten die Barkeeper ihre Tipps und Tricks, wie ein richtig guter Cocktail gelingt.
In der Bar „Die Krake“ verraten die Barkeeper ihre Tipps und Tricks, wie ein richtig guter Cocktail gelingt. Uli Deck

Die Bar „Die Krake“ in der Reichenbachstraße 22 im Gärtnerplatzviertel serviert nicht nur Cocktails, sondern bietet auch Kurse an, die vermitteln, wie man richtig gute Cocktails selber mixt. Im „Hidden Room“ inmitten von Palmen und Spiegeln verraten die Barkeeper ihre Tipps und Tricks in Kursen, die wahlweise für eine größere Gruppe oder einen kleinen Kreis gebucht werden. Es gibt drei verschiedene Angebote, die sich im Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Während im Anfängerkurs die Grundlagen erlernt werden, folgt im Fortgeschrittenen-Kurs der sichere Umgang mit Jigger und Shaker. Zu Hause kann man dann zeigen, was man gelernt hat – Frau freut sich bestimmt (Infos unter diekrakebar.com).

Biergärten und eine besondere Tour

In vielen Münchner Biergärten gibt es am Vatertag zum Bier auch Blasmusik, wie im Hirschgarten.
In vielen Münchner Biergärten gibt es am Vatertag zum Bier auch Blasmusik, wie im Hirschgarten. Imago / Ralph Peters

Die Münchner Biergärten bieten zum Vatertag besondere Menüs und Blasmusik. Im Königlichen Hirschgarten in Nymphenburg gibt von elf Uhr an drei Fleisch-verliebte Menüs, mit Spanferkel und Co. Als Nachtisch ganz in Biergarten-Tradition ein Weißbier-Tiramisu. Von zwölf Uhr an spielt bei schönem Wetter eine Blasmusikkapelle (Infos unter hirschgarten.de). Auch im Augustiner-Biergarten in der Arnulfstraße gibt es Livemusik, dort mit den Babenhauser Musikanten.

In der Menterschwaige kommt die Tanzlmusi Zwiderwurzn in den Biergarten (Infos unter augustinermenterschwaige.de), im Bamberger Haus im Luitpoldpark wird der Vatertag mit einem klassischen Weißwurstfrühstück und Spanferkel vom Grill gefeiert. Das Augustiner Hell wird frisch aus dem Holzfass gezapft (Infos unter bambergerhaus.com). Und im Biergarten der Hirschau im Englischen Garten spielt am Vatertag von 13 Uhr an der Musikverein Unterwaldhausen einen Mix aus traditioneller Blasmusik und Jazz.

Historische Biertour mit der Tram

Der Veranstalter „Herz & Heimat“ rückt bei seiner Tour die Kulturgeschichte des Bierbrauens in München in den Mittelpunkt. Einige alte Keller werden besucht, wie hier das ehemalige Unionsbräu in Haidhausen.
Der Veranstalter „Herz & Heimat“ rückt bei seiner Tour die Kulturgeschichte des Bierbrauens in München in den Mittelpunkt. Einige alte Keller werden besucht, wie hier das ehemalige Unionsbräu in Haidhausen. Herz & Heimat

Der Mann kann mit Bierkästen beladene Bollerwagen an die Isar ziehen und sich dort besaufen. Eine nachhaltigere Alternative wäre es aber, einen Blick in die Geschichte des Bierbrauens in München und die Bedeutung dieser Tradition für die Stadt und ihre Viertel zu werfen. Geführte Biertouren gibt es einige in München. Eine neu konzipierte Tour, die sich von den üblichen Bierführungen abgrenzen möchte, verspricht aber der Veranstalter für Stadtführungen „Herz & Heimat“. Dessen Ansatz zielt nicht auf die reine Bierverkostung oder einen geselligen Rundgang, sondern auf Kultur-Geschichten, die Münchens Bier-, Brau- und Stadtteilgeschichte miteinander verbinden.

Ein Höhepunkt ist die Besichtigung ehemaliger Bierkeller. Die Tour beginnt mit der Tram vom Max-Joseph-Platz vor der Staatsoper und führt nach Haidhausen mit dem Besuch des Hofbräukellers und des ehemaligen Unionsbräu. Im Anschluss kann die Runde in zwei Varianten fortgesetzt werden: weiter in die Obere Au über das Giesinger Bräustüberl zum Kapuziner-Brauhaus oder zurück in die Altstadt. Dann mit Halt am Mathäser zum Augustiner-Keller und dessen Bräustuben. Das exakte Programm wird im Vorfeld abgestimmt und kann auch nach Wunsch des Kunden individuell für den Vatertag maßgeschneidert werden (Infos unter herz-und-heimat.bayern).

Verrückt nach der Vespa

Ein Vespa-Corso auf der Leopoldstraße in München, aufgenommen 2019.
Ein Vespa-Corso auf der Leopoldstraße in München, aufgenommen 2019. Sebastian Gabriel

An Christi Himmelfahrt knattern sie wieder los: Unter dem Motto „Tutti pazzi per Vespa – alle verrückt nach Vespa“ gibt es auch dieses Jahr wieder den Vespa-Corso zum Saisonauftakt. Das Wochenende rückt die Kultur der italienischen Motorroller in den Mittelpunkt und vereint eine Gemeinschaft von Enthusiasten, die diese Momente der Vespa-typischen Leichtigkeit und Gelassenheit teilen. Schon seit den 1990er-Jahren versammeln sich in und um München Vespa-Begeisterte, um die Liebe zu ihren Zweirädern zu feiern.

Um zwölf Uhr geht es los auf dem Vorplatz der Erlöserkirche bei der Münchner Freiheit. Dort werden die Roller vom Pfarrer gesegnet, es gibt italienische Jazzmusik und Gespräche zum kommenden Vespa-Sommer. Höhepunkte der Tour sind die große Kehre am Odeonsplatz und die Umrundung des Karolinenplatzes. Der Veranstalter, Geistliche und passionierte „Vespisti“ Friedemann Steck spricht bei dem Vespa-Corso von „Volksfest-Charakter“ und sieht die Vespa als ein Symbol, das Generationen miteinander verbinde. Für Vespa-begeisterte Väter also ein passendes Geschenk, um gemeinsam „die wahre Himmelfahrt“ erleben. Das Event ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich, um ein Ticket zu erhalten (Infos und Tickets unter vespacorsomuenchen.org).

Filme schauen im Kino

Nach einer Kurzserie über den Aufstieg des FC Bayern widmet sich der Regisseur David Dietl, Sohn von Helmut Dietl, nun einem Klassiker: „Ein Münchner im Himmel“ kommt am Vatertag in die Kinos.
Nach einer Kurzserie über den Aufstieg des FC Bayern widmet sich der Regisseur David Dietl, Sohn von Helmut Dietl, nun einem Klassiker: „Ein Münchner im Himmel“ kommt am Vatertag in die Kinos. Stephan Rumpf

Streaming-Plattformen wie Netflix und Co ermöglichen es heute, jeden Film bequem von zu Hause aus anzusehen. Doch so gebannt von einem Film ist man nur im dunklen Kinosaal mit maximal großer Leinwand. Und das beste Popcorn gibt es dort auch. Am 14. Mai feiert die Komödie „Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang“ Premiere. Regie führte David Dietl, der Sohn des Film- und Fernsehregisseurs Helmut Dietl. Dietl Senior feierte mit Serien wie „Kir Royal“, „Münchner Geschichten“ und „Monaco Franze“ große Erfolge. Mit „Ein Münchner im Himmel“ führt David Dietl die zeitlosen München-Komödien seines Vaters fort.

Im Film landet der Münchner Taxifahrer Ludwig „Wiggerl“ Brunner nach einem Tram-Unfall im Himmel – doch, oh Schreck, sein Karma-Konto sieht gar nicht gut aus. Wiggerl muss schnellstmöglich einen Weg zurück nach Bayern finden, um nicht zwischen Soja-Manna und Yoga zu versauern. Die Hauptrolle spielt Maximilian Brückner, der vielen als ehemaliger Saarbrücker „Tatort“-Kommissar bekannt ist.

Am Vatertag startet auch die Musikdokumentation über die britische Hardrock-Band Iron Maiden und gibt Einblicke in geheime Archive, persönliche Erinnerungen der Band und zeichnet den Aufstieg von Auftritten in Londoner Pubs bis hin zu Konzerten in den größten Stadien der Welt nach. Iron Maiden ist seit knapp 50 Jahren eine der beständigsten und kommerziell erfolgreichsten Metal-Bands. Ein heißer Tipp für alle Väter, deren erstes Konzerterlebnis als Jugendlicher Iron Maiden waren.

Für alle jungen Väter, die sich ihren Vatertag noch selbst gestalten, eignen sich zwei Neuerscheinungen für die ganz Kleinen. In „Meine Freundin Conni 2 – Abenteuer mit Kranich Klaus“ retten Conni und ihre Freunde einen verletzen Vogel, damit dieser rechtzeitig in den Süden fliegen kann. Und in „Glennkill: Ein Schafskrimi“ versucht eine Herde von Schafen den Mord an ihrem Schäfer aufzudecken. Am Vatertag mit den Kindern ins Kino, wenn das nicht der Beginn einer schönen Familientradition für die Zukunft wird (Infos auf den jeweiligen Kino-Websites).

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Von Lena Mittermayr

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