Valery Tscheplanowa beim Literaturfest München:Die Kostbarkeit der Worte

Valery Tscheplanowa beim Literaturfest München: Poesie und Bodenständigkeit verbindet Valery Tscheplanowa in ihrem Romanerstling "Das Pferd im Brunnen", in dem der Tod und Bratkartoffeln eine wichtige Rolle spielen.

Poesie und Bodenständigkeit verbindet Valery Tscheplanowa in ihrem Romanerstling "Das Pferd im Brunnen", in dem der Tod und Bratkartoffeln eine wichtige Rolle spielen.

(Foto: Florian Peljak)

Die Berliner Schauspielerin Valery Tscheplanowa erzählt im Literaturhaus, wie es zu ihrem großartigen Romandebüt "Das Pferd im Brunnen" kam.

Von Jutta Czeguhn

Echte Zärtlichkeit, so schreibt Valery Tscheplanowa, empfinde Nina nur für die Erde. Diese vom Sowjetleben verhärtete Frau, zentrale Figur ihres autobiografisch inspirierten Romandebüts "Das Pferd im Brunnen", gräbt mit den Fingern im Kompost, schleppt ihre Tomaten-Setzlinge jeden Tag geduldig ins Freie, um sie an die Sonne zu gewöhnen, bindet die Pflanzen mit Strumpfhosenresten an Stangen fest. Zärtlich, kommt einem der Gedanke bei Tscheplanowas Lesung im Literaturhaus, ist auch das Verhältnis dieser außergewöhnlichen Schauspielerin zur Sprache. Wer sich wie die gebürtige Russin mit acht Jahren in einer neuen Sprache beheimaten musste, weiß um die Kostbarkeit der Worte. Kein Schludern ist gestattet.

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