Prall und lila steht der Flieder, die Spieren beugen sich schwer vor weißer Blütenpracht ins hohe Gras, wo Löwenzahn und letzte Tulpen gelbe, rote und weiße Tupfer setzen. Kohlmeisen flattern durchs Geäst der Apfelbäume. Bis vor einem knappen Jahr hat sich in diesem wildromantischen Garten am Rande des Olympiageländes das wohl versteckteste Wahrzeichen der Stadt erhoben. Der Geruch der verbrannten Ost-West-Friedenskirche liegt bis heute in der Luft.
Abgebrannter Schwarzbau im OlympiaparkVäterchen Timofejs Friedenskirche soll wieder aufgebaut werden
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Vor knapp einem Jahr ist die Ost-West-Friedenskirche im Olympiapark abgebrannt. Noch immer liegen die Reste im Garten der verwunschenen Anlage, die Väterchen Timofej 1952 aufgebaut hat und die sein Nachfolger Sergey Kaiser (Bild) verwaltet.
Stephan RumpfDie bei Olympia '72 berühmt gewordene Ost-West-Friedenskirche war vergangenes Jahr in Flammen aufgegangen. Bis heute liegen auf dem Grundstück die verkokelten Reste. Welche Ideen Studierende nun für den Ort haben.
Von Andrea Schlaier
