Süddeutsche Zeitung

Neue Volksmusik:Quer durch die Epochen

Die "Unterbiberger Hofmusik" mit Sebastian Beck und einem neuen Weihnachtsprogramm.

Von Oliver Hochkeppel

1992 entwickelten der Trompeter Franz Josef Himpsl und seine Frau Irene - Akkordeonistin und wie er Musiklehrerin - aus der Hausmusik mit ihren jungen Kindern ein erstaunliches Projekt: Die Unterbiberger Hofmusik wurde zur Pioniertat, die mit befreundeten Musikern wie Bobby Shew, Jay Ashby und vor allem Claudio Roditi brasilianische und Jazz-Elemente, später dann auch türkische und arabische Einflüsse in die traditionelle bayerische Volksmusik implementierte.

Der Professionalität halfen lokale Größen wie Kathrin Pechlof, Mathias Götz, Michael Engl oder Florian Mayerhofer voran. Vor allem aber, dass aus den Buben Xaver, Ludwig und Franz jr. studierte Profi-Musiker mit eigenen Projekten wie Bavaschoro oder World.Wide.Wig wurden.

Im neuen Weihnachtsprogramm "Zeitenspiel" geht es auf die multistilistische Reise durch die Epochen von Bach bis Bruckner, von alter bayerischer Musik bis zum Jazz. Premiere ist am 1. Dezember im inzwischen angestammten Kulturzentrum Luise. Schon tags zuvor sind sie dort der ideal passende musikalische Part, wenn SZ-Redakteur Sebastian Beck seinen Roman "Vinz solo" über eine verkrachte (Musiker-)Jugend in der bayerischen Provinz der Achtzigerjahre vorstellt.

Unterbiberger Hofmusik mit Sebastian Beck, Do., 30. Nov.; "Zeitenspiel", Fr., 1. Dez., 20 Uhr, Kulturzentrum Luise, Ruppertstr. 5; So., 17. Dez., 18 Uhr, Kulturzentrum Trudering, Wasserburger Landstr. 32, www.unterbiberger.de

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