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Umweltschutz:Städtische Wohnanlagen sollen Biotonnen bieten

Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG und Gewofag sollen in all ihren Wohnanlagen Biotonnen aufstellen. Das fordert die Fraktion der Grünen/Rosa Liste. Die beiden Unternehmen würden in weiten Teilen ihrer Wohngebiete aktuell keine solchen Tonnen bieten, erläutert Stadtrat Bernd Schreyer (Grüne). Die Hausverwaltungen beider Gesellschaften begründeten dies mit "Erfahrungen, dass die Tonnen falsch befüllt werden oder befüllt werden könnten". Mit diesem Argument, so Schreyer, werde in der Mehrzahl der Anlagen die ökologisch notwendige Mülltrennung ausgebremst - "selbst dann, wenn Mieterinnen und Mieter sich um das Aufstellen von Biotonnen bemühten". Statt mit einer pauschalen Begründung erst gar keine Tonnen aufzustellen, solle die falsche Nutzung der Behälter lieber durch Informations- und Motivationskampagnen reduziert werden. "Wir müssen als neue Stadtregierung mit unseren städtischen Konzepten und Kampagnen zur Vermeidung von Müll und zur Erfassung von Wertstoffen glaubwürdig sein", sagt Schreyer. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften müssten in dem Punkt eine Vorreiterrolle einnehmen, zumal sich München dem Klima-, Natur- und Ressourcenschutz "mit großer Ernsthaftigkeit" verschrieben habe. Der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt habe signalisiert, eine solche Kampagne zu unterstützen.

© SZ vom 08.10.2020 / hob
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