UmnutzungWas tun mit Häusern, die nicht mehr gebraucht werden?

Man kann sie abreißen - oder etwas Neues aus ihnen machen. In manchen Fällen etwas Einzigartiges.

Bunker - Hinter dicken Mauern

Wohnen oder Arbeiten hinter meterdicken Mauern, in einer Trutzburg mit beklemmender Vergangenheit: Das trifft nicht nur auf den Umbau des ehemaligen Frauengefängnisses zu, sondern auch auf neue Nutzungen von Hochbunkern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Ein gelungenes Beispiel für eine solche Veränderung ist der Bunker aus dem Jahr 1943 an der Ungererstraße, Ecke Crailsheimstraße. Der Immobilienunternehmer Stefan Högelmaier baute zusammen mit dem Büro Raumstation Architekten diesen Bunker in ein modernes Wohn- und Bürohaus um, das mit dem hellen Putz und großen neuen Fensterflächen geradezu elegant und attraktiv wirkt. Die Kombination aus Alt und Neu sowie aus der kontrastreichen Kombination verschiedener Materialen hat in der Fachwelt Anerkennung gefunden. Aus einem abweisenden Klotz wurde ein Bauwerk, das an die Vergangenheit erinnert, aber auch neue Akzente im Stadtgefüge setzt.

Bild: Florian Peljak 24. Juli 2017, 18:212017-07-24 18:21:37 © SZ vom 25.07.17/bhi