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Umfrage:72 Prozent halten sich an die Regeln

Stadt führt zum dritten Mal Online-Befragung unter jungen Münchnerinnen und Münchnern durch

Von Sabine Buchwald

Die überwiegende Mehrheit der Münchner Jugendlichen hält sich an die Corona-Regeln - zumindest haben das 72 Prozent der Teilnehmer einer Online-Befragung so angegeben. Nur zwei Prozent brechen nach eigenen Angaben konsequent mit den Regeln, der Rest ab und zu. Danach gefragt haben das Stadtjugendamt in Kooperation mit dem Aktionsbündnis "Wir sind die Zukunft". Mehr als 60 Prozent wünschen sich von der Stadt, dass sie Orte schaffe, an denen sie sich unter Corona-Bedingungen mit Freunden treffen können. Dazu könnten etwa mobile Bars aufgebaut werden, die im Freien Getränke ausschenken, schlagen 35 Prozent der Jugendlichen vor. Diese spezielle Befragung zur Corona-Situation läuft noch bis zum 26. Februar. Die Stimmungslage könnte sich also noch ändern.

Zum dritten Mal - nach 2013 und 2016 - hat sich das Sozialreferat der Stadt bei jungen Menschen über ihre Lebenssituation erkundigt. Anders als in den Jahren zuvor haben diesmal signifikant mehr Teilnehmer den umfangreichen Fragebogen ausgefüllt: Es waren knapp 3500 im Alter von 16 bis 24 Jahren. 58,6 Prozent davon waren weiblich, 36,7 Prozent männlich, 1,5 divers. Von den Teilnehmern hatten knapp 92 Prozent die deutsche Staatsbürgerschaft, was nicht repräsentativ für die Zusammensetzung der Münchner Bevölkerung ist. Derzeit haben hier 67,5 Prozent einen deutschen Pass. Bei künftigen Befragungen wolle man auf eine größere Ausgewogenheit achten.

90 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie sich hier "wohl fühlen"

Würde dann das Urteil über München nicht ganz so positiv ausfallen? 90 Prozent gaben diesmal an, dass sie sich hier "wohl fühlen", gut 95 Prozent hoben die "guten Bildungs- und Berufsmöglichkeiten" hervor. Kritik hingegen wurde deutlich geäußert über den Mangel an bezahlbarem Wohnraum, gerade bei diesem Thema würden sich die meisten (96,1 Prozent) mehr Engagement wünschen. Mehr Einsatz wünschen sich die jungen Leute auch bei der Bekämpfung der Armut in der Stadt. Negativ bewertet wurden zudem die hohen Lebenshaltungskosten sowie die Preise für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Obwohl die Stadt mit dieser erneuten Umfrage Empathie für junge Bürger bekundet, haben nur 42 Prozent der Befragten der Aussage zugestimmt: "In München werden die Interessen von jungen Menschen gehört und ernst genommen". Seine Meinung äußern zu Corona kann man noch unter www.jugendbefragung-muenchen.de.

© SZ vom 03.02.2021
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