Störung bei der MVGAls plötzlich Hunderte Rolltreppen stillstanden

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Ein Blitzschlag hatte die Stromversorgung für die U-Bahn-Rolltreppen unterbrochen.
Ein Blitzschlag hatte die Stromversorgung für die U-Bahn-Rolltreppen unterbrochen. Robert Haas

Zahlreiche Münchner U-Bahn-Haltestellen waren nach einem Blitzeinschlag am Wochenende nur per Aufzug oder zu Fuß über die Treppen erreichbar. Inzwischen ist das Ausmaß der Störung klar.

Von Martin Mühlfenzl

Ein Blitzeinschlag ist die Ursache für den Ausfall von Hunderten Rolltreppen im Netz der Münchner U-Bahn am vergangenen Samstag gewesen. Der Blitzschlag am Samstagmorgen gegen 9 Uhr hatte zur Folge, dass es zu einem kurzzeitigen Spannungseinbruch im übergeordneten Stromnetz des Verteilnetzbetreibers kam, daraufhin blieben die Rolltreppen an Dutzenden der nahezu 100 U-Bahn-Haltestellen im gesamten Stadtgebiet stehen.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hatte nach dem Blitzeinschlag zunächst via Instagram vermeldet, dass „alle Fahrtreppen außer Betrieb“ seien; auf der Störungsseite im Internet war indes nur die Rede davon, dass „netzweit einige Fahrtreppen“ nicht mehr fahren würden.

Zwei Tage später hat die MVG nun Klarheit über das Ausmaß des Ausfalls an ihren Bahnhöfen: Durch den Spannungseinbruch seien in ganz München 330 der insgesamt 772 Fahrtreppen im Stadtgebiet „in einen Störungszustand“ versetzt worden, teilt ein MVG-Sprecher auf SZ-Nachfrage am Montag mit; soll heißen: Sie blieben schlichtweg stehen. Anders als zunächst angenommen, nahm aber ein großer Teil der vom Blitzeinschlag betroffenen Rolltreppen den Betrieb schnell wieder auf – und zwar indem sie sich selbst wieder einschalteten, so die MVG.

Die restlichen Rolltreppen – etwa 130 – wurden von der Rufbereitschaft der Verkehrsgesellschaft im Laufe des Samstags wieder in Betrieb genommen. Dies nahm allerdings viel Zeit in Anspruch, wie die MVG mitteilt: Etwa 80 Fahrtreppen konnten erst nach 16 Uhr wieder ihren Dienst aufnehmen; die letzte gegen 21 Uhr am Abend. Aufzüge waren von dem Schaden am Stromnetz nicht betroffen, sodass die allermeisten Bahnhöfe weiterhin barrierefrei erreichbar waren.

Dauerhafte Schäden hat der Blitzeinschlag also nicht angerichtet. Dennoch waren auch am Montag Rolltreppen an mehr als einem Dutzend U-Bahnhöfen im Stadtgebiet außer Betrieb, wie die MVG auf ihrer Homepage mitteilt. Darunter Fahrtreppen am Stachus, Marienplatz, Sendlinger Tor, der Theresienwiese und am Hauptbahnhof. Die meisten der Rolltreppen, die derzeit nicht fahren, werden allerdings repariert, erneuert oder befinden sich auf Baustellen an den Bahnhöfen.

Nicht funktionierende Rolltreppen in den Bahnhöfen der Münchner U-Bahn rufen immer wieder Unmut bei Pendlerinnen und Pendlern hervor. Die wohl bekannteste Rolltreppe Münchens, die aufwärtsfahrende vom Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs in die Haupthalle, die immer wieder mit Ausfällen von sich Rede machte, transportiert seit Frühjahr dieses Jahres indes wieder zuverlässig Fahrgäste.

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