Einmal betrat ich in der Nähe von München einen kleinen Laden. Ich blieb hinter der Tür stehen. Alles wirkte ruhig und geordnet: sanftes Licht, allerlei Waren und Kunden, die ganz selbstverständlich ein- und ausgingen. Und ganz selbstverständlich in die Regale griffen. Ein Gemischtwarenladen, wo man Nägel, Batterien, Raviolikonserven oder Limonade kaufen kann. Gummischlangen neben Schraubenschlüsseln, Wasserpistolen neben Spargelgläsern. Baubedarf und Kaubedarf. Kannte ich das nicht irgendwo her? Auf einmal kam es mir mit ungeahnter Wucht in den Sinn. In diesem Moment öffnete dieser Laden eine Tür zu einer weit entfernten Erinnerung.
SZ-Kolumne Typisch deutschDurch Markt und Bein
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Ein kleines Geschäft im Münchner Umland wird zum Auslöser einer Erinnerung an einen zerstörten Laden in Südsudan und hilft dabei, ein altes Trauma zu verarbeiten.
Kolumne von Imaan Huseen Dinnle
