Vor zehn Jahren kam ich als syrischer Flüchtling nach Deutschland. Ich erinnere mich noch an den Moment meiner Ankunft: der beleuchtete Bahnhof, freiwillige Helfer mit Thermoskannen und das seltsame Gefühl, gleichzeitig gerettet und verloren zu sein. Deutschland war damals für mich weniger ein Land als eine Hoffnung – eine geordnete, pünktliche Hoffnung mit Formularen. Ich sprach kaum Deutsch. Ich beherrschte damals nur zwei deutsche Wörter: „Danke“ und „Entschuldigung“. Beide brauchte ich ständig.
SZ-Kolumne Typisch deutschGräber statt Gräben
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Recherche in Algerien: Mohamad Alkhalaf Ende Mai beim Besuch eines Friedhofs gefallener deutscher Soldaten aus dem zweiten Weltkrieg in Algier.
PrivatDie Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie ähnelt sich: Was einen Friedhof für gefallene deutsche Soldaten in Algerien mit unserem Autor und dessen Weg nach München verbindet.
Kolumne von Mohamad Alkhalaf
