„Wetter toll, Wein kühl, Louvre steht noch! Au revoir aus der Stadt der Liebe.“ Der Nachrichtengehalt von Ansichtskarten ist Ansichtssache und abhängig von der Verfassung des Verfassers. Es gibt Postkarten-Typen, die sich kurz und knapp halten – und jene, die zu epischen Novellen neigen, die jeden Zentimeter des Kartons ausnutzen, sodass man am Ende die Adresse des Empfängers kaum mehr vom Grußtext unterscheiden kann. Eines aber eint die Werke, wenn sie von den Urlaubsorten dieser Welt in die Münchner Briefkästen verfrachtet werden: Meist sind die Kartenschreiber längst wieder im Lande, während ihre Post noch auf dem Weg ist.
SZ-Kolumne Typisch deutsch„Wetter zu warm, Wasser knapp“
Lesezeit: 2 Min.

Urlaubspost kommt bisweilen etwas oberflächlich rüber. Es gibt aber Fälle, in denen beschriebenes Papier verschollene Freunde zusammenführt. Über die Nützlichkeit der Ansichtskarte.
Kolumne von Mohamad Alkhalaf
