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Tutzing:Peter Maffay leidet mit der Kulturbranche

Peter Maffay (71) sieht die Kulturbranche wegen der Corona-Krise in höchster Gefahr - und stellt den handelnden Politikern kein gutes Zeugnis aus. "Es wird hier mit zweierlei Maß gemessen", sagt der in Tutzing lebende Sänger und Gitarrist. Während Autoindustrie oder Lufthansa mit staatlichen Milliardenzuwendungen großzügig unterstützt würden, verhungere der Kulturbetrieb am langen Arm der Bürokratie. "Die Gelder, die in Aussicht gestellt werden, fließen viel zu langsam", sagte Maffay der dpa. "Es müsste alles viel schneller gehen, hier sind viele Existenzen bedroht." Musiker seien offenbar nicht "systemrelevant", ärgerte sich der Künstler. Er habe am eigenen Leib erfahren, wie herabwürdigend es sich anfühle, so bezeichnet zu werden: "Im ersten Lockdown wollte ich meine Tochter in der Kinderkrippe abgeben. Da hieß es: Das geht nicht - ich sei ja nicht systemrelevant."

© SZ vom 26.11.2020 / dpa
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