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TSV 1860:Grünwalder Stadion wird erweitert - auf 15 000 Plätze

TSV 1860 München - Wacker Burghausen

Der TSV 1860 München spielt in der Regionalliga wieder im geliebten Grünwalder Stadion.

(Foto: Tobias Hase/dpa)

Die Stadt will zusätzlich prüfen, ob die Kapazität noch weiter erhöht werden kann. Was der Umbau für Fans und Spielbetrieb bedeutet.

Die Fans des TSV 1860 München können sich freuen: Nach mehr als zwei Stunden hitziger Diskussion hat der Sportausschuss des Stadtrats die Erweiterung des Grünwalder Stadions auf 15 000 Zuschauer beschlossen. Damit wird die Westtribüne wieder vollständig nutzbar sein, ein zeitgemäßes Erscheinungsbild erhalten und sicherheitstechnische Anforderungen erfüllen. "Außerdem wird die Fankultur berücksichtigt und die Tribüne so umgebaut, dass etwa die Trommler und Vorsänger genügend Platz haben", sagte Verena Dietl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD.

So einig sich die Stadträte über den Ausbau an sich waren, so unzufrieden waren sie mit der Vorlage des Sportreferats. Vor allem die CSU störte sich daran. "Wir müssen erst einmal die Grundfragen klären", sagte CSU-Sportsprecherin Kristina Frank. Auf welche Zuschauerzahl könnte das Grünwalder Stadion in Giesing höchstens erweitert werden, ohne dass es seinen Bestandsschutz verliere? "Wir müssen erst einmal die Fakten kennen, um zu entscheiden, was politisch gewollt ist", sagte Frank. Mit einem Antrag auf Vertagung scheiterte ihre Fraktion an einer Mehrheit von SPD, Grünen, Linken und Bürgermeisterin Christine Strobl. "Wir wollen den Ausbau jetzt nicht verzögern", erklärte Grünen-Stadträtin Jutta Koller.

Doch auch die SPD will die Frage klären lassen. "Wir werden doch von den Fans immer damit konfrontiert, wie viele Zuschauer ins Stadion passen", sagte Dietl. Denen wolle man eine verlässliche Antwort geben. Deshalb soll die Stadtverwaltung nun prüfen, ob die Kapazität des Stadions noch weiter erhöht werden könne. Der jetzt beschlossene Umbau soll zu Beginn der Saison 2019/20 fertig sein. Die Arbeiten finden im laufenden Betrieb statt.

© SZ vom 30.11.2017 / mest/mmo

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