Trudering:Das Truderinger Radl-Chaos

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Trudering: Was tun? Beim Ortstermin am Truderinger Bahnhof bekommt OB Dieter Reiter einen ersten Eindruck davon, wie wenig Platz für Fahrräder ist. Er will deshalb dem Verkehrsminister und dem Bahnchef schreiben.

Was tun? Beim Ortstermin am Truderinger Bahnhof bekommt OB Dieter Reiter einen ersten Eindruck davon, wie wenig Platz für Fahrräder ist. Er will deshalb dem Verkehrsminister und dem Bahnchef schreiben.

(Foto: Stephan Rumpf)

Bahn gibt Areal am Bahnhof nicht für Fahrrad-Parkhaus frei

Von Renate Winkler-Schlang, Trudering

Vielleicht hätte der Oberbürgermeister auf schönere Frühlingstage warten sollen. Das "Radl-Chaos" am Truderinger Bahnhof, das er auf einer Tour durch den Stadtbezirk mit eigenen Augen sehen wollte, entpuppte sich am Mittwochvormittag als relativ geordnet, noch sind nicht alle wieder aufs Rad umgestiegen. Dennoch wurde der Bedarf an neuen Abstellmöglichkeiten für die Zweiräder für Dieter Reiter augenfällig. Neben sieben langen Ständern im Bahnhofsbereich und zweien gegenüber, die alle proppenvoll waren, standen fast drei Dutzend Räder zwar schön in Reih und Glied, aber genau da, wo die Fahrgäste zwischen dem Aufgang von U- und S-Bahn und den Bussen 139, 185 und 194 hin- und hereilen - wobei sie auch noch den Radweg überqueren müssen.

Reiter berichtete, die Park- und Ride-GmbH habe fix und fertige Pläne für eine abschließbare, diebstahlsichere Fahrradparkanlage wie am Marienhof in der Schublade, die man gut westlich des Bahnhofs auf dem Parkplatz situieren könnte. 200 neue Plätze für die umweltfreundlichen Räder - und nur wenige Autostellplätze fielen ihnen zum Opfer. Doch die Bahn gebe die Fläche nicht her. Ihr Argument: Sie sei eine Vorhaltefläche für den Brenner-Basistunnel. Da konnte der OB nur lachen: Jahre, vielleicht Jahrzehnte werde das dauern. Daher werde er sich sofort schriftlich an Verkehrsminister Andreas Scheuer und an Bahnchef Richard Lutz wenden, um die paar Quadratmeter temporär zu bekommen, versprach Reiter beim Ortstermin.

Aus den 25 Millionen Euro Radwegepauschale lasse sich dies auch finanzieren. Es sei nicht immer einfach, Radparkplätze im Bestand nachzurüsten. Daher müsse die Stadt künftig beim Bau öffentlicher Einrichtungen größere Abstellmöglichkeiten von vornherein mit einplanen. Er könne sich auch gut vorstellen, so Reiter, dass dies beim südlich des Bahnhofs geplanten Sozialbürgerhaus gelingen werde. Genau dies hatte der Bezirksausschuss Trudering-Riem bereits in verschiedenen Varianten gefordert.

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