Trip-Hop:Raus aus der Deckung

Beim Eurovision Song Contest reichte es für die belgische Band "Hooverphonic" nur für Platz 19. Besser punkten will man nun bei den langjährigen Fans: Mit neuer CD und in klassischer Besetzung geht es nun auf Tour.

Von Jürgen Moises

Pressebilder: Hooverphonic, Universal Music

Geike Arnaert, Alex Callier und Raymond Geerts (v.l.).

(Foto: Zeb Daemen/Universal Music)

Als Musiker beim Eurovision Song Contest aufzutreten, das gilt nicht unbedingt als künstlerische Leistung. Aber es sorgt im idealen Fall für Aufsehen, und genau das hat Hooverphonic auch damit erreicht. Die bereits 1995 gegründete Trip-Hop-Band trat in diesem Jahr dort für ihr Heimatland Belgien an, nachdem sie bereits im letzten Jahr einen größeren Rummel in den sozialen Medien ausgelöst hatte. Da fand wegen Corona die Ersatzveranstaltung "Eurovision: Europe Shine a Light" statt. Und es gab dort den Song "Love Shine a Light" zu hören, den alle Musiker gemeinsam sangen, das heißt alle bis auf Hooverphonic. Die Begründung der Band für ihre Verweigerung: Das Lied war ihnen zu "klebrig". Außerdem hätten sie sich gewünscht, dass sämtliche Einnahmen an wohltätige Zwecke gehen. Ein Zeichen dafür, dass die Belgier noch immer ihren Stolz haben? Vielleicht.

Als Band mit einer langjährigen Fan-Schar hat Hooverphonic auf jeden Fall einen gewissen Ruf zu achten. Der wurde in diesem Jahr auch durch das neue, vielleicht etwas zu poppige, aber ansonsten sehr gelungene Album "Hidden Stories" gepimpt. Und durch die Tatsache, dass darauf Geike Arnaert singt. Die Belgierin prägte von 1997 bis 2008 mit ihrer sanften Stimme den Sound von Hooverphonic, verfolgte danach dann eine Solo-Karriere, während Bassist Alex Callier und Gitarrist Raymond Geerts ihren Erfolg mit verschiedenen Ersatzsängerinnen versuchten. Im letzten November kam die überraschende Meldung von Geike Arnaerts Rückkehr, und jetzt sind Hooverphonic endlich wieder in klassischer Besetzung auf Tour.

Hooverphonic, Di., 28. Sep., 20 Uhr, Technikum, Speicherstraße 26, Kartentelefon 21837300

© SZ vom 23.09.2021
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