Die Münchner Kriminalpolizei hat am Montag eine vierköpfige chinesische Bande festgenommen. Die drei Frauen unter Führung eines Aufpassers hatten in einem arbeitsteiligen Rollenspiel als angebliche Wunderheilerinnen in der Münchner Innenstadt versucht, Menschen um riesige Geldsummen zu bringen.
Sie flogen auf, als sie – bereits unter polizeilicher Beobachtung – eine 66-jährige Deutsche vietnamesischer Herkunft dazu brachten, rund 75 000 Euro von zu Hause zu holen und ihnen anzuvertrauen. Die Betrüger hatten der Frau eine „Geisterheimsuchung“ vorausgesagt und ein Ritual zur Befreiung angeboten, bei dem sie die Vermögenswerte ihres Opfers zu „reinigen“ versprachen.
Die Ermittler gehen davon aus, dass dieselbe Gruppe bereits für ähnliche Fälle im vergangenen Jahr in München verantwortlich ist. Zuletzt war das Quartett, das über Portugal in die EU eingereist war, in Frankfurt am Main aktiv.

