Doppelter Trickbetrug bei SeniorinnenErst kommen falsche Handwerker, dann falsche Polizisten

Die Polizei untersucht, ob hinter den Fällen jeweils die gleichen Täter stecken.
Die Polizei untersucht, ob hinter den Fällen jeweils die gleichen Täter stecken. (Foto: Sören Stache/dpa)

Seniorinnen werden zweimal Opfer von Trickbetrügern – erst stehlen angebliche Handwerker Wertgegenstände in der Wohnung, anschließend stellen sich vermeintliche Polizeibeamte vor, die behaupten, in der Angelegenheit zu ermitteln.

Auf besonders gemeine Weise sind zwei Münchner Seniorinnen Opfer von Trickbetrügern geworden. Beide waren erst kurz zuvor von angeblichen Handwerkern heimgesucht worden, die sich unter einem Vorwand Zutritt zu ihren Wohnungen verschafft und dabei Wertgegenstände entwendet hatten. Nun standen in gleicher Absicht vermeintliche Polizeibeamte vor der Tür, jeweils ein Mann und eine Frau: Sie zeigten gefälschte Dienstausweise vor und behaupteten, in diesen Fällen zu ermitteln.

Die neuerlichen Taten ereigneten sich am Donnerstag innerhalb einer Stunde im Münchner Süden. Zunächst waren die Trickdiebe um 14 Uhr bei einer über 80 Jahre alten Frau in Unterhaching; dort zogen sie freilich ohne Beute wieder ab. Kurz vor 15 Uhr besuchten sie eine über 90 Jahre alte Frau in Obergiesing, dort stahlen sie Bargeld und Schmuck im Wert eines vierstelligen Betrages.

In beiden Fällen könnte der gleiche Mann am Werk gewesen sein: Er wurde beschrieben als etwa 50 Jahre alt, knapp 1,80 Meter groß, korpulent, mit grau-melierten Haaren. Die Kripo prüft mögliche Zusammenhänge, auch mit den Taten der falschen Handwerker. Sie bittet um Hinweise von Zeugen, die zur genannten Zeit verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Untersberg- und Weißenseestraße (Obergiesing) oder der Bussard- und Fasanenstraße (Unterhaching) gemacht haben.

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