Wodka

Überall wartete der gleiche Mist in den Regalen, in einer Bar am Roten Meer, in den Nachtclubs von Barcelona oder eben daheim, in München; immer das gleiche Dutzend Flaschen. Konstantin von Keyserlingk beschloss vor vier Jahren seinen eigenen Wodka zu brennen, einen münchnerischen, in der eigenen Bar in Schwabing, die der Namenszusatz Destillerie gleich noch interessanter machte. Mit dem Verkauf des "Monaco Vodka" macht Von Keyserlingk zwar keinen großen Gewinn, doch auf den ist er wegen seiner vielen Läden in der Stadt ohnehin nicht angewiesen. Er will beweisen, dass guter Wodka nicht aus Russland kommen muss und ein guter Rum nicht aus Polen. Einen "Rivers Bavarian Rum" nämlich stellt Von Keyserlingk auch her, in einer bayerischen Brennerei und nicht im "Munich Distillers". Mit dem Zuckerrohr entstehe doch zu viel Schlacke für eine feine Bar.

Bild: Robert Haas 30. Oktober 2016, 11:232016-10-30 11:23:53 © sz.de/imei