Trauer "Das Wichtigste ist, nicht zu trösten"

Susanne Lorenz leitet die Geschäftsstelle des Vereins Verwaiste Eltern München. Er ist eine Anlaufstelle für Eltern, Geschwister, Großeltern und andere, in deren Familie ein Kind gestorben ist.

(Foto: privat)

Wie spricht man mit Angehörigen, die ein Kind verloren haben? Die Sozialpädagogin Susanne Lorenz über Hilflosigkeit, Trauer und Sätze, die gut gemeint sind, aber verletzen.

Interview von Kathrin Aldenhoff

Wenn Kinder sterben, sind ihre Eltern und Geschwister oft so verzweifelt, dass sie nicht wissen, wie sie ihr Leben weiter bewältigen können. Die Sozialpädagogin Susanne Lorenz leitet seit 20 Jahren die Geschäftsstelle des Vereins Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister München. Sie erklärt, warum Trauer so wichtig ist, wie Freunde mit Betroffenen umgehen sollten und warum Geschwisterkinder einen doppelten Verlust bewältigen müssen.

SZ: Frau Lorenz, kann man über den Tod seines Kindes hinwegkommen?

Susanne Lorenz: Den Begriff "Hinwegkommen" verwenden wir nicht ...

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