Die Friseurin hat ganze Arbeit geleistet, mit vielen Echthaar-Extensions und noch mehr Haarspray. Die rote Mähne fällt locker über die Schultern ihrer Kundin. Doch die neue Haarpracht ist dieser nicht ganz geheuer: „Mach bitte was, damit mein Kopf mehr nach Frau ausschaut“, sagt sie. Ihr Name ist Mia, früher hieß sie anders. Früher lebte die gebürtige Niederbayerin aber auch ein anderes Leben, als Unternehmer, Motorradfahrer und verheirateter Familienvater. Seit ihrer Kindheit litt sie unter der ihr zugewiesenen männlichen Rolle, im Alter von 46 Jahren wagte sie ihr Coming-out: Mia ist eine Trans-Frau, eine neue Folge der Fernseh-Dokureihe „Lebenslinien“ erzählt ihre Geschichte.
Transgender im Dokumentarfilm„Mach bitte was, damit mein Kopf mehr nach Frau ausschaut“
Lesezeit: 3 Min.

Mia lebte als Unternehmer, Motorradfahrer und verheirateter Familienvater bevor sie im Alter von 46 Jahren ihr Coming-out wagte. Jetzt widmet der BR ihr eine Dokumentation. Das Thema Geschlechtsidentität beschäftigt aktuell auch andere Filmemacher.
Von Josef Grübl
