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Tödlicher Unfall:Bauarbeiter stirbt durch Stromschlag

Ein 37-jähriger Bauarbeiter ist bei einem Betriebsunfall ums Leben gekommen. Falsch gemacht habe der Mann nichts, berichtet die Polizei. Schnell stellten die Ermittler fest: Dieser Unfall hätte so nie passieren dürfen. Zusammen mit seinem 41-jährigen Bruder war der Arbeiter am Montagnachmittag auf einer Baustelle an der Aubinger Straße in Neuaubing beschäftigt. Die beiden Männer werkelten an einem Lichtschacht, der hinunter zum Keller führt, und wollten ein Antennenkabel demontieren, das in dem Schacht liegt. Ein solches Kabel führt im Normalfall keinen Strom und ist völlig harmlos, aber als der 37-Jährige es durchtrennte, schrie er nach Polizeiangaben sofort laut auf, brüllte "Strom!", verkrampfte sich und brach dann bewusstlos zusammen. Ein Rettungswagen brachte den Bauarbeiter unter laufenden Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus, in dem er am nächsten Morgen gegen fünf Uhr starb. Als die Polizei die Unfallstelle überprüfen wollte, führte das Antennenkabel noch immer Strom. Der Grund dafür sei bislang völlig unklar, teilte die Pressestelle des Präsidiums mit. Ein Gutachter soll nun klären, wie es zu dem tödlichen Fehler kommen konnte und ob Vorschriften missachtet wurden.

Hinweis der Redaktion: Uns hat hierzu eine Mail des Lesers Thomas B. erreicht, selbst ein Elektroinstallateurmeister. Herr B. schreibt: "Sie schreiben [...], daß Antennenkabel normalerweise völlig harmlos seien. Das ist falsch. Durch die Verbindung mit Verstärkern und TV-Geräten und auch Antennen können Antennenleitungen durchaus unter Spannung stehen. Nicht unbedingt Netzspannung, aber für eine gefährliche Durchströmung kann es ausreichen. Ein Laie sollte niemals an Leitungen arbeiten. Dafür gibt es Fachleute." Vielen Dank für diesen Hinweis

© SZ vom 18.04.2018 / tbs
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