Tipps für die Wohnungssuche:Studieren, nicht frieren!

Das Semester beginnt, viele Studenten in München haben aber noch kein Dach über dem Kopf. Sieben Tipps, wie man an eine Bude kommt.

Julia Häglsperger

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Hörsaal an der Universität, AP

Quelle: SZ

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Das Wintersemester beginnt. Über 100.000 Studenten studieren in München - und die brauchen ein Dach über dem Kopf, damit es ans Studieren geht, nicht ans Frieren. Mit folgenden sieben Tipps ist man im Kampf um die erste Bude ein wenig besser gewappnet.

Mit dem Mund - Freunde und Bekannte

Der erste Tag an der Uni, die erste Vorlesung - da ist nach links und rechts Schauen angesagt. Denn an den ersten Tagen des neuen Semesters knüpft man am leichtesten Kontakte. Und wie in allen Bereichen des Lebens sind Kontakte auch bei der Wohnungssuche wichtig.

Oft wissen Bekannte schon von einer frei werdenden Wohnung oder einem Zimmer in einer WG, bevor es derjenige überhaupt inseriert. So hat man einen eindeutigen Vorteil - man ist der erste Bewerber. Die Chancen, sich mit den restlichen Bewohnern der WG zu verstehen, steigen zudem, da man sich wohl nicht umsonst im gleichen Bekanntenkreis bewegt und auf der gleichen Welle schwimmt. Also immer die Ohren spitzen!

Foto: AP

Schwarzes Brett an der Universität, Haas

Quelle: SZ

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Mit Zetteln - das Schwarze Brett

Vor allem am Semesteranfang findet man volle Pinwände in den Gängen der Unis. Eine Anzeige klebt an der anderen und man ist erst einmal erschlagen von der Zettelflut. Trotzdem lohnt es sich, Durchhaltevermögen zu zeigen und die einzelnen Angebote durchzustöbern. Oft ist schwer zu erkennen, ob die Anzeige bereits seit zwei Semestern dort hängt oder erste heute morgen aufgehängt worden ist.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass man als Mitbewohner mit Studenten, oft sogar aus der gleichen Fachrichtung rechnen kann. Leute eben, die sich am gleichen Ort herumtreiben. Und da zwar nicht jeder in die Bibliothek gehen muss, aber jeder Student Hunger bekommt, lohnt sich der Weg zur Mensa, um einen Blick auf das Schwarze Brett zu werfen. Augen auf und durch!

Foto: Haas

Wohnen für Hilfe, Rumpf

Quelle: SZ

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Mit Hilfe - die Senioren-Studenten-Freundschaft

Ein Quadratmeter kostet eine Stunde - "Wohnen für Hilfe" ist ein Selbsthilfeprojekt, dass das Studentenwerk München und der Seniorentreff Neuhausen bereits zum Wintersemester 1996/97 in München gestartet haben. Senioren stellen den Studenten Wohnraum zu Verfügung, während die Studenten den älteren Vermietern dafür unter die Arme greifen. Die Studenten gehen einkaufen, putzen oder begleiten die Senioren auf Spaziergängen - so viele Stunden im Monat wie das Zimmer Quadratmeter hat.

Studenten wird dabei gleich doppelt geholfen: Sie haben eine Wohnung und weniger finanzielle Probleme. Die hilfsbedürftigen Menschen können dank der Studenten länger in der eigenen Wohnung und in gewohnter Umgebung bleiben.

Interessenten wenden sich an Brigitte Tauer vom Seniorentreff Neuhausen unter der Telefonnummer (089) 16 80 60 (Do 10-13 Uhr, Fr 12-13.30 Uhr) oder per E-Mail an: bt@seniorentreff-neuhausen.de. Für sozial engagierte Studenten zu empfehlen!

Foto: Rumpf/Das Foto zeigt Vermieterin Rotraut Puerckhauer und Studentin Heghine Grigoryan.

Screenshot www.wg-gesucht.de

Quelle: SZ

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Mit dem Kabel - das Internet

Mittlerweile ist das Internet die erste Anlaufstelle - egal was man sucht. Auch ein Dach über dem Kopf lässt sich damit finden. Auf www.immobilienscout24.de findet man unter dem Punkt "Mieten" Angebote für "Möbliertes Wohnen/Wohnen auf Zeit" und "WGs". Die Internetseite www.wg-gesucht.de konzentriert sich nur auf das Füllen freier WG-Zimmer. Auch auf www.wg-welt.de gibt es viele Angebote.

Die Online-Portale sind meist übersichtlich und leicht bedienbar. Man kann sofort die wichtigsten Angaben sehen: Wo wohne ich mit wem für wieviel? WG-Gesucht lässt den Inserenten sogar Platz, einen kurzen Text zu schreiben, der ein erstes Bild von dem Menschen hinter der Anzeige vermittelt. Dann heißt es: Besichtigungstermine vereinbaren - und dort einen positiven Eindruck hinterlassen, denn die Konkurrenz ist groß!

Screenshot: www.wg-gesucht.de

Wohnungsanzeigen, ddp

Quelle: SZ

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Mit Papier - die Zeitung

Für Studenten, die es nicht ertragen, die Haare des Mitbewohners aus dem Abfluss zu ziehen oder den mit grünem Schimmel überzogenen Joghurt im Kühlschrank zu entdecken, muss ein eigenes kleines Reich her. Dafür eignet sich am besten die Methode, Immobilienanzeigen mit neonfarbenem Textmarker zu durchforsten.

Altbewährt sind die Wohnungsmärkte der großen Münchner Zeitungen. In der Süddeutschen Zeitung gibt es zum Beispiel jeden Mittwoch und Freitag einen großen Anzeigenteil. Die meisten der hier angebotenen Wohnungen werden aber über einen Makler vermittelt. Dafür muss man bis zu zwei Kaltmieten als Provision berappen.

Wer diesen Weg wählt, um sich ein Dach über dem Kopf zu sichern, erhöht seine Chancen, wenn er sich am Abend, beispielsweise in den S- und U-Bahnhöfen die Zeitung von Morgen besorgt. Falls das nicht klappt, früh aufstehen, sofort anrufen und der Erste sein!

Foto: ddp

Studentenwohnheim

Quelle: SZ

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Mit Formular - das Studentenwerk München

Rund 10.000 Wohnplätze vergibt das Studentenwerk München. Bei über 100.000 Studenten muss man sich so auf Wartezeiten von bis zu vier Semestern einstellen. Wenn man seinen Bachelor-Abschluss nach sechs Semestern anstrebt, kann es also sein, dass man nur kurz für seine Abschlussprüfungen dort lernt und dann wieder ausziehen muss. Im Glücksfall geht es aber schneller und dann kann man billig in studentischer Atmosphäre wohnen.

Auf der Homepage des Studentenwerks findet man unter www.studentenwerk.mhn.de alle nötigen Informationen zu den verschiedenen Wohnanlagen. Außerdem kann man ein Bewerbungsformular ausfüllen und sofort online abschicken. Wer aus der Nähe kommt, hat schlechte Karten, das Studentenwerk muss Studenten, die einen weiten Anreiseweg haben, bevorzugen. Am besten sofort bewerben und Daumen drücken!

Foto: Haas/Das Foto zeigt das Studentenwohnheim "Felsennelkenanger" in München-Neuherberg.

Zimmerverlosung Studentenwerk München, Haas

Quelle: SZ

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Mit Glück - Zimmerverlosungen

Für dieses Semester kann man sich damit zwar keine Bude mehr beschaffen, aber wer nur zur Zwischenmiete für ein halbes Jahr untergekommen ist, sollte sich diesen Termin vormerken. Vor dem Anfang jedes Semesters verlost das Studentenwerk München rund 100 Zimmer in verschiedenen Wohnanlagen.

Auf einem Informationstag beraten Mitarbeiter des Studentenwerks Erstsemester über Themen wie die Bewerbung für einen Wohnheimplatz. Wer Glück hat, braucht diese Informationen aber gar nicht mehr, denn es werden auch Zimmer verlost. Zulassungsbescheid, Passbild und Personalausweis mitbringen und schon kann man sein Glück versuchen. Unverhofft kommt oft!

Foto: Haas/Studentin Verena Reffler loste sich ihr Dach über dem Kopf.

© SZ.de/lar
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