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Tierpark Hellabrunn:Tod der Polarfüchse: Kein eindeutiger Befund

Warum versagten die Nieren der Polarfüchse Linda und Yaqui aus dem Tierpark Hellabrunn? Auch mehrwöchige pathologische Untersuchungen konnten die Frage nicht beantworten. "Die Ergebnisse lassen keinen eindeutigen Befund zu", teilte der Tierpark mit. Immerhin: Dass die Erkrankungen durch Giftstoffe im nagelneuen Gehege ausgelöst wurden, lasse sich nun ausschließen. Mitte August hatten Tierärzte zunächst die achtjährige Füchsin Linda trotz intensiver Behandlung einschläfern müssen. Ihre Niere hatte versagt. Nur wenige Tage später ging es auch Männchen Yaqui schlechter - ebenfalls eine rätselhafte Nierenerkrankung. Zwei Wochen später wurde auch er eingeschläfert. Die Zoo-Leitung erhoffte sich von der Untersuchung der Kadaver Aufschlüsse darüber, warum gleich beide Polarfüchse so kurz hintereinander starben. Doch alle bakteriellen, virologischen und toxikologischen Tests an der Ludwig-Maximilians-Universität hätten nichts ergeben. Zumindest bei Yaqui ist es möglich, dass er aus Altersschwäche erkrankte. Er kam erst als erwachsenes Tier in den Zoo, weshalb sein Alter unbekannt war. Seit vergangener Woche leben zwei neue Polarfüchse in Hellabrunn. Skipp und Svea gewöhnten sich prächtig ein, teilte der Tierpark mit.

© SZ vom 04.10.2018 / CHRK

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