„Ruhig und komplikationslos“ verlief am Samstagnachmittag die Geburt eines Schimpansenbabys im Tierpark Hellabrunn. Mutter Zenta, 45 Jahre alt, sowie das Baby sind wohlauf. Die Mutter kümmere sich erfahren und aufmerksam um den neuen Nachwuchs, teilte der Tierpark am Mittwoch mit. Einen Namen hat das Baby bisher nicht, das Geschlecht ist noch unbekannt.
Der Vater ist Jambo, der im vergangenen Jahr im Rahmen einer Zuchtempfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nach Hellabrunn gekommen war. Jambo sowie die beiden Hellabrunner Weibchen Zenta und Sophie gehören der stark bedrohten Unterart der Zentralafrikanischen Schimpansen an. Diese gilt, auch in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in Kongo, Gabun und Kamerun, als gefährdet.
„Als wissenschaftlich geführter Zoo tragen wir Verantwortung für den Erhalt bedrohter Arten. Mit dem Nachwuchs leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung der Reservepopulation dieser Unterart“, sagt Hanspeter Steinmetz, Kurator im Tierpark Hellabrunn.
Jambo, Zenta und das Jungtier sind für Besucherinnen und Besucher im Hellabrunner Urwaldhaus zu sehen. Zugleich hat die Familie jederzeit die Möglichkeit, sich in rückwärtige, nicht einsehbare Bereiche zurückzuziehen. Der Tierpark legt großen Wert darauf, den Tieren ausreichend Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten zu gewährleisten.

