Schon als junger Regisseur hatte Helmut Dietl ein unnachahmliches Gespür für seine Figuren. Das zeigte sich bereits bei seinem Debüt mit der Fernsehserie „Münchner Geschichten“. Neben dem jungen Stadtviertelhelden, der als attraktiver Nichtsnutz einen Schlag bei den Frauen hatte, sollte ein melancholisches Schwergewicht für Stabilität sorgen. Und somit hatte Dietl seine Traumkonstellation gefunden: Therese Giehse, Publikumsliebling der Kammerspiele und begnadete Brecht-Interpretin, spielte die Großmutter des damals noch unbekannten Günther Maria Halmer, der dann rasch als „Tscharlie“ Stadtgespräch wurde. Was für ein Coup!
Schauspielerin Therese GiehseDie beim Granteln lächelte
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Vor 50 Jahren starb Therese Giehse, die mit ihrer letzten Rolle in Helmut Dietls „Münchner Geschichten“ noch einmal ihren Charme zeigte. Dafür muss man sie lieben – ganz besonders heute.
Von Christian Mayer
