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Theaterpremiere:Dringendes Bedürfnis

Das Raststättentheater zeigt im Theater Hoch X "Der Sanifaire Code". Ein Roadmovie über einen verschwundenen WC-Bon, der eine Reihe irrwitziger Verwicklungen auslöst.

Von Yvonne Poppek

Für 50 Cent lässt sich an einer Autobahnraststätte eigentlich nichts kaufen. Das dürfte jeder schon einmal festgestellt haben, der eine der Sanifair-WC-Anlagen besucht hat und anschließend den 50-Cent-Wert-Bon im Shop investieren wollte. Es könnte der Eindruck entstehen, dass man hier zweimal traktiert wird, wenn man einmal auf Toilette muss. "Kapitalismus. Pissen ist ein Grundrecht", denkt sich die Figur Lola in dem Live-Theaterstück auf Zoom mit dem Titel "Der Sanifaire Code", das am Samstag, 6. März, Premiere hat. Sie zerknüllt den Bon, wirft ihn in ein offenes Cabrio - und hat damit einen einmaligen Code auf den Weg geschickt, der an anderer Stelle dringend gebraucht wird: Tom Hanks und Audrey Tatou stecken seit 15 Jahren im Thriller Der Da Vinci Code fest, aus dem sie wiederum der Sanifair Code befreien könnte. Die Verbindung zwischen WC-Anlage und Thriller hat sich das Münchner Kollektiv "Raststättentheater" ausgedacht, die damit zum zweiten Mal mit dem Theater Hoch X kooperieren. Die drei Performer Jakob Roth, Alexandra Martini und Isabel Neander treffen nun ihr Publikum auf Zoom und "suchen zwischen Pommesschranke und Trinkgeldteller nach dem Heiligen Gral".

Raststättentheater: Der Sanifaire Code, Samstag, 6. März (Premiere), 20 Uhr, www.theater-hochx.de

© SZ vom 04.03.2021
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