Theater Ein anderer Seinszustand

(Foto: Münchner Heldentheater)

Das Münchner Heldentheater spielt das Stück "Echokammer" - eine Auseinandersetzung mit der Krankheit Demenz

Auf den ersten Blick ist es eine zunehmende Vergesslichkeit, von denen die Betroffenen befallen sind. Tatsächlich aber bedeutet Demenz für viele Menschen, ihren Lebensabend in Seniorenheimen mit überlastetem Pflegepersonal zu verbringen. Das Münchner Heldentheater hat sich dem Thema auf sehr spielerische Weise genähert. "Echokammer" heißt das Theaterstück von Andreas Berner, das an diesem Donnerstag, 21. Februar, in der Einsteinkultur, Einsteinstraße 42, uraufgeführt wird. Ort der Handlung ist der Aufenthaltsraum eines Pflegeheims, in dem sich die Protagonisten mit allerlei, das eigene Schicksal betreffenden Fragen auseinander setzen. Wie ist es, dement zu sein und dem eigenen Verfall zu begegnen? Und wann hört das, was wir Leben nennen eigentlich auf? Während sie Kuchen essend nach Antworten suchen, finden die über Digitalisierung, Klimawandel und Demenz debattierenden Akteure zu einer ganz neuen Lebendigkeit. Es ist ein Ringen mit sich selbst, eine Neujustierung in einer fremd anmutenden Welt, die sich hier offenbart. Und womöglich ist Demenz nur ein anderer Seinszustand, der die gewohnten Muster der Realität torpediert. Weitere Aufführungen sind am 22., 23., 27. und 28. Februar. Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr. Einlass ist von 19.45 Uhr an. Die Abendkasse öffnet um 19.30 Uhr. Karten können onlin unter www.muenchner-heldentheater.org reserviert werden.