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Technologie:Mit 463 km/h in die Zukunft

SpaceX Hyperloop Pod Competition

Die Gewinner der TU München mit Elon Musk in Los Angeles.

(Foto: Mark Ralston/afp)

In Los Angeles hat die TU ein Hyperloop-Rennen gewonnen

Die Studenten der Technischen Universität (TU) München sind der Zukunft ein Stück näher gekommen. Genauer: Sie sind ihr mit 463 Stundenkilometern entgegen gerast - und haben damit schon wieder den sogenannten Hyperloop-Wettbewerb im kalifornischen Los Angeles gewonnen. "Auch wenn wir unterwegs ein paar Teile verloren haben, konnten wir das Rennen erfolgreich beenden", verkündete das TU-Team am Montagmorgen auf seiner Facebook-Seite. Man sei stolz, Gewinner der "2019 SpaceX Hyperloop Pod Competition" zu sein.

Der Hyperloop soll einmal den Personen- und Gütertransport revolutionieren und beispielsweise das Verkehrschaos in Großstädten beseitigen. Wie der Hyperloop funktionieren soll? Eine Kapsel, ein sogenannter Pod, fährt auf einer Schiene durch eine Teilvakuum-Röhre, in der weniger Luftwiderstand herrscht und dadurch höhere Geschwindigkeiten möglich sind - im Idealfall bis zu 1000 km/h, also fast Schallgeschwindigkeit. Man darf sich das vorstellen wie eine Art Rohrpost.

Um die Idee des Hyperloops bekannt zu machen, hatte Tech-Milliardär Elon Musk, Chef des E-Autobauers Tesla und der Raketenfirma SpaceX, 2015 einen Wettbewerb unter Universitäten weltweit ausgeschrieben. Daraufhin entwickelten die TU und weitere Unis entsprechende Kapseln.

Die Versuche sind aber noch nicht sehr weit fortgeschritten, das TU-Team hatte zuletzt Ende Juni einen neuen, vierten Prototypen vorgestellt, der bis zu 600 km/h schnell werden soll. Neben der Geschwindigkeit feilen die Studenten auch an der Größe der Kapsel, aktuell ist diese gerade einmal 1,70 Meter lang und 50 Zentimeter breit - bis man damit von einem Ort zum nächsten reisen kann, muss man noch ein paar Urlaube überbrücken.

Der Wettbewerb in Los Angeles ist zunächst nur eine Spielwiese für die Teams. Bevor die TU-Studenten ihr Fahrzeug in der ein Kilometer langen Röhre fahren lassen durften, mussten sie zahlreiche Sicherheitstests bestehen, wie ein TU-Sprecher sagte. Von 21 Teams bestanden nur vier europäische die Tests. Die Europäer waren dafür besonders erfolgreich, auch wenn das Siegerteam der TU München vier Stundenkilometer hinter seinem Weltrekord vom vergangenen Jahr zurückgeblieben ist. Auf Platz zwei und drei landeten Teams aus der Schweiz.