Tarifreform Neuer MVV-Innenraum soll größer werden

In der langwierigen Diskussion um eine Tarifreform des MVV bahnt sich eine Lösung an.

(Foto: Sonja Marzoner/Bearbeitung: SZ.de)

Profitieren würden Fahrgäste aus fast allen Landkreisen. Wer in einer Stadt oder Gemeinde in den neuen Tarifzonen 1 und 2 wohnt oder arbeitet, soll nur noch halb so viel zahlen wie bisher.

Von Lars Brunckhorst

In die festgefahrene Diskussion um die MVV-Tarifreform kommt Bewegung. Vor dem für diesen Freitag anberaumten Gipfeltreffen in der Staatskanzlei hat der Landkreis München einen Kompromissvorschlag vorgelegt, den zwei Fachausschüsse des Kreistags am Donnerstag beschlossen haben. Dieser sieht nach Informationen der SZ vor, den neuen Innenraum M um die Zonen 1 und 2 zu erweitern.

Damit würde fast der gesamte Landkreis München zum günstigeren Innenraum gehören, auch die Städte Unterschleißheim und Garching. Aber auch Teile anderer Landkreise, wie etwa die Städte Starnberg und Fürstenfeldbruck.

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Die Fahrpreise würden sich nach Berechnungen des MVV für Fahrgäste aus diesen Zonen um durchschnittlich 50 Prozent verringern. Die Monatskarte für den neuen Innenraum würde im Jahresabonnement 45 Euro kosten.

Die damit verbundenen Einnahmeausfälle betrügen etwa 34 Millionen Euro im Jahr und müssten von den Landkreisen sowie dem Freistaat getragen werden, so der Vorschlag des Kreistags. Auf den Landkreis München entfielen etwa zwölf Millionen Euro. Bei dem Gespräch am Freitag treffen sich die Landräte mit Ministerpräsident Markus Söder, Verkehrsministerin Ilse Aigner und OB Dieter Reiter.