bedeckt München 26°

Tanzen im Luise-Kiesselbach-Tunnel:Röhren-Rock

Einmal laufen, tanzen, essen, wo bald jeden Tag Zehntausende Autos rollen werden. Diese Gelegenheit ließen sich am Freitagabend Hunderte Münchner nicht entgehen. Und das war erst der Anfang.

8 Bilder

-

Quelle: Catherina Hess

1 / 8

Bitte lächeln! So oft wie am Freitagabend dürfte der Heckenstallertunnel noch nie geknipst worden sein. Hunderte Münchner nutzten die Gelegenheit, einmal im Tunnel zu feiern. Am 27. Juli wird der Bau nach sechs Jahren Arbeit für den Verkehr geöffnet, dann sollen jeden Tag Tausende Autos durch die 2,8 Kilometer lange Röhre fahren.

-

Quelle: Catherina Hess

2 / 8

Der Tunnel hat 400 Millionen Euro gekostet, die Veranstalter der Party verlangten 28 Euro pro Karte. Dafür gab es dann kühle Luft im Hochsommer und eine etwas andere Akustik für diese Querflötenspielerin.

-

Quelle: Catherina Hess

3 / 8

Mit 3000 Besuchern rechnete die Eventagentur Gral im Vorfeld, die Tickets für die Partys am Freitag- und Samstagabend waren lange vor den ersten Musikklängen ausverkauft. Wenn es nach den Anwohnern geht, stünde ihnen der Erlös zu - als Entschädigung für jahrelangen Dreck, Stau und Lärm während des Tunnelbaus.

-

Quelle: Catherina Hess

4 / 8

Klare Worte in Signalfarben. Bei der Sicherheit kann niemand auf Schmusende Rücksicht nehmen. Klaustrophobikern dürften Hunderte Menschen in einer Röhre trotzdem nicht ganz geheuer sein. Sie konnten draußen eine laue Sommernacht mit Sternenhimmel genießen.

-

Quelle: Catherina Hess

5 / 8

Mit wildem Underground hatte die Tunnel-Party auf 382 Metern wenig zu tun: Es gab eine Raucherlounge, mehrere Plätze für Brotzeit oder Snacks und Promo-Produkte diverser Firmen. Kulis und Feuerzeuge? Im Tunnel konnten die Besucher sich sogar Nutzfahrzeuge anschauen.

-

Quelle: Catherina Hess

6 / 8

Die Musik war Mainstream und bunt gemischt wie das Publikum. Hinter den Turntables standen DJ Thimo Hamer von Radio Charivari und DJ Enrico Ostendorf.

-

Quelle: Catherina Hess

7 / 8

Den Leuten gefiel's. Wer Beine hatte zu tanzen, tanzte. Dort, wo bald die Autos rollen. Unter der Hand wurden Eintrittskarten für 100 Euro gehandelt - erst gegen 00.30 Uhr gab es noch einmal offizielle Tickets vom Veranstalter Gral.

-

Quelle: Catherina Hess

8 / 8

Laufbahn: Wer nach diesem Wochenende noch nicht genug hat, kann am 23. Juli beim "Luise-Kiesselbach-Tunnellauf" der Stadt München zusehen. Die Strecke ist sieben Kilometer lang, 1500 Läufer sollen an den Start gehen. Zwei Tage später folgt die offizielle Eröffnungsfeier - und dann kommt der Verkehr.

© sz.de/angu/bm/sosa

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite