Courtney kommt aus dem Schacht unter der linken Proszeniumsloge des Gärtnerplatztheaters gekrabbelt. Auf der Bühne wähnt man sich in einer Rockkonzerthalle, allerdings zu Nebenschauplatzzeiten wie nach dem Soundcheck und vor dem Gig oder zu später Stunde im Putzlicht. Karl Alfred Schreiner (Ballettchef am Gärtnerplatztheater) weiß, dass sich die ganz großen Dramen neben der Bühne abspielen. Und sein Faible fürs detailgetreue Erzählen wird von Produktion zu Produktion größer. „Rock to Heaven“ heißt die Uraufführung und Sommerpremiere der Tanzsparte des Hauses. Drei zeitgenössische Choreografen haben Stücke aus dem Kosmos der Rockmusik geschaffen. Elaboriertes Moshen im Staatstheater also?
Tanz am GärtnerplatzHeadbangen und Luftgitarren am Staatstheater
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Aufstieg und Fall Kurt Cobains, der Gestus eines Konzerts und Gothic-Schick: Bei „Rock To Heaven“, der ersten Tanzpremiere 2026 am Gärtnerplatz, lassen drei Choreografen die Akteure mächtig posen.
Kritik von Rita Argauer
