Nackte Massage:„Es gibt niemanden, der nicht berührt wird durch Tantra“

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Bei der Tantra-Massage sind beide nackt, es ist ein Ausdruck von Vertrauen und Verletzlichkeit. (Foto: Florian Peljak)

Jörg und Eva Saur leiten eines von zwölf Tantra-Studios in München. Die Stadt München setzt diese Studios mit Bordellen gleich. Bei den Saurs gebe es zwar Orgasmen, sagen sie – Sex sei aber tabu. Ein Besuch.

Von Lisa Marie Wimmer

„Wir müssen uns privat wieder öfter massieren“, flüstert Jörg Saur seiner Frau Eva ins Ohr, während er ihr mit seinem mit warmem Öl getränkten Unterarm den Rücken entlang streicht. Sie lächelt entspannt und lässt sich noch ein Stückchen weiter in die große weiße Matratze am Boden sinken. Er ist mit seinem ganzen Körper ganz nah bei ihr, beide sind nackt, haben lediglich ihren Lendenbereich mit Tüchern abgedeckt. Das Licht ist abgedunkelt, um sie herum hängen Spiegel, Kerzen brennen, der Raum duftet nach Sandelholz. Jörg Saur gibt seiner Frau gerade in dem Studio, das die beiden vor einem halben Jahr übernommen haben, eine Tantra-Massage. Dass sie sich gegenseitig massieren, ist eher die Ausnahme. In der Regel kümmern sich die beiden um ihre Kundinnen und Kunden. Ihnen geben sie Seminare, beraten bei Sexualthemen und bieten Ganzkörper-Tantra-Massagen – und das bis hin zum Höhepunkt.

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