T.C. Boyle auf Lesereise in München„Wir sind Affen, wir sind Tiere“

Lesezeit: 7 Min.

„Ich war angespannt, als ich das Buch schrieb, und ich bin es noch immer“, sagt T.C. Boyle über seinen neuen Roman „No Way Home“.
„Ich war angespannt, als ich das Buch schrieb, und ich bin es noch immer“, sagt T.C. Boyle über seinen neuen Roman „No Way Home“. (Foto: Jamieson Fry)

In T.C. Boyles aktuellem Roman „No Way Home“ streiten zwei Männer in Wildwest-Manier um eine Provinz-Schönheit. Für den Star-Autor ist der Hahnenkampf typisch Mensch – und eine Metapher für die amerikanische Gesellschaft.

Interview von Michael Zirnstein

T.C. Boyle sagt, wenn er wieder nach Deutschland kommt, sei er zum Teil auch nur ein Tourist. Der Schriftsteller aus dem Sonnenstaat Kalifornien hofft, auf seiner Lesereise Schnee zu sehen. Bei dem Gedanken fröstelt es ihn allerdings auch, sagt er beim Zoom-Interview, er habe schon seine Pelzunterwäsche eingepackt. Aber gerade auch bei ihm in den USA herrschen frostige Zeiten, davon handelt der neue Roman des 76 Jahre alten Star-Autors „No Way Home“ (Hanser-Verlag). Das Psycho-Liebes-Drama zwischen Los Angelos und Boulder City, ein Neo-Western zwischen Stadt und Provinz, spiegelt die Zerrissenheit seiner Gesellschaft.

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Von Antje Weber

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