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Szene München:Der Gastgeber des Jahres

Barkeeper Emanuele Ingusci wurde zum Gastgeber des Jahres gekürt.

(Foto: lok)

Wo ist die schönste Kneipe? Wer ist der beste Wirt in Deutschland? In Berlin haben sie jetzt dafür Preise verliehen. Ein Münchner ist offenbar so gut, dass selbst Gastro-Kollegen an seiner Theke sitzen.

eine Kolumne von Philipp Crone

Es ist schon immer ein untrügliches Zeichen für die Qualität einer Bar gewesen, wenn auch die Kollegen aus der Gastronomie gerne kommen. Die sitzen zum Beispiel regelmäßig nach der Arbeit noch auf einen der unübertroffenen Drinks im winzigen "Mr. Mumbles" an der Klenzestraße. Um so interessanter ist daher, welche Bars die Branche selbst in Deutschland am besten findet. Am Montag hat das Magazin Mixology nach Berlin geladen und in 13 Kategorien Gewinner gekürt, auch aus München.

Die Bar des Jahres kam bei der neunten Verleihung der Mixology-Awards aus Köln. Das ist laut Statistischem Bundesamt die Millionenstadt in Deutschland mit der größten Kneipendichte pro Einwohner. Das Seiberts liegt in einem Studentenviertel, und die Jury vergleicht das Lokal mit einem Maßanzug für Barkultur. Der Barchef Volker Seiberts wurde zudem "Mixologe des Jahres", bekommt also den Goldenen Shaker.

Die Neueröffnung des Jahres kommt aus Frankfurt und nennt sich "Seven Swans & The Tiny Cup" und hätte in der Kategorie Bester Barname sicher den letzten Platz belegt. Hier ging es aber um Drinks und Handwerkskunst, die überzeugten. Die drei Newcomer 2015 stammen aus Köln und Essen, das beste Barteam aus dem Le Lion in Hamburg, die beste Hotelbar aus Frankfurt (Roomers), die feinste Barkarte aus dem Fairytale in Berlin und die Spirituose des Jahres stammt aus dem dauerangesagten Whisky-Sortiment, diesmal ein Whiskey, der Hudson Baby Bourbon.

Und München, die Stadt der Drinkmisch-Weltmeister und des elegant ergrauten Bar-Häuptlings Charles Schumann? Stellt den Gastgeber des Jahres. Das ist Emanuele Ingusci vom Barroom, einer Mini-Bar mit Maxi-Service, und vielen Gästen aus der Münchner Gastro-Szene.

© SZ vom 08.10.2015

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