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SZ-Sommerrätsel: Folge 2, Schwabing:Shoppen wo einst Lenin wohnte

Er ist der wohl bekannteste Rätselautor Deutschlands und zugleich kennt ihn keiner: CUS. Diesen Sommer knüpft er an vergangenes Jahr an - er hat erneut ein SZ-Sommerrätsel ausgeknobelt, das durch die schönsten Viertel Münchens und diesmal auch das Umland führt. Die zweite Rätsel-Tour verläuft rund um die Hohenzollernstraße. Die Regeln finden Sie auf Seite zwei des Artikels.

Es leben die Klischees: Ein sorgenfreier Morgen in einem Café an der Hohenzollernstraße, am Nebentisch unterhält sich ein Pärchen auf Englisch, einen Tisch weiter telefoniert eine Italienerin lautstark in ihrer Heimatsprache. Die Läden haben erst seit einer halben Stunde geöffnet, dennoch ist die Dichte an mit Einkaufstaschen bepackten jungen Frauen schon relativ hoch. Es ist bewölkt, trotzdem tragen viele Sonnenbrillen.

Eiscafe 'Venezia' in Schwabing, 2011

Der zweite Teil des SZ-Sommerrätsels führt Sie nach Schwabing. Finden Sie die geheimen Orte rund um die Hohenzollernstraße - dazwischen dürfen Sie sich aber auch ein bisschen Erholung beim shoppen oder einem Eis gönnen.

(Foto: Stephan Rumpf)

Besucher von Auswärts machen sich gerne darüber lustig, dass sie in diesem Teil Schwabings genau das finden, was man sich landläufig unter München vorstellt, das nirgends urbaner wirkt als in dieser Gegend westlich der Leopoldstraße. Und beim Stichwort Schuh-Kauf fällt nicht nur Münchnerinnnen automatisch die Hohenzollernstraße ein. Doch neben den vielen Boutiquen gibt es auch noch eine Vielzahl an Läden für den alltäglichen Bedarf, Metzgereien, Drogerien und Schreibwarengeschäfte - und einen von Münchens hübschesten Accessoire-Läden, in dem es auch ausgefallene Tapeten zu kaufen gibt.

Die Mischung trägt dazu bei, dass die Gegend nicht so geschleckt wirkt wie andere Shopping-Meilen. Es geht hier zwar geschäftig zu, an jedem Tag der Woche. Trotzdem ist es nur ein Katzensprung bis zu ruhigeren Stellen. Wer etwa von der unscheinbaren Ainmillerstraße die Wilhelm- Richtung Kaiserstraße entlangschlendert, kommt an mit Efeu berankten Altbauten mit schönen Hinterhöfen vorbei, in einem von denen unter anderem ein alteingesessener Münchner Verlag residiert.

Nicht nur wegen ihres Namens gehört die Kaiserstraße zu den reizvolleren Adressen der Stadt. Wer Besucher hierher führt, sollte ihnen aber nicht nur den Kaisergarten und die Kirche St. Ursula zeigen. Eine interessante Adresse ist auch das Haus mit der Nummer 46. Hier wohnte von 1900 bis 1901 ein gewisser Herr Meyer - besser bekannt als Lenin - und arbeitete an den theoretischen Grundlagen der russischen Revolution. Dass ausgerechnet hier die Idee des Kommunismus ihren Ursprung hatte, mag man heute angesichts der konsumorientierten Nachbarschaft kaum mehr glauben. Viel Spaß beim Rätseln. schub

Das Sommerrätsel im Internet:

www.sueddeutsche.de/sommerraetselzwei

Abo-Sommer-Angebote der SZ:

www.sueddeutsche.de/sommer

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