„Wir sind überwältigt von der großartigen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender“, sagt Sandra Geisler. Die geschäftsführende Vorständin von SZ Gute Werke ist zutiefst dankbar, dass Leserinnen und Leser der Süddeutschen Zeitung auch im vergangenen Jahr und besonders in der zurückliegenden Adventszeit wieder viel Geld gespendet haben. 5.479.291,63 Euro sind zusammengekommen, knapp 30 000 Euro weniger als 2024, aber ausreichend, damit das Spendenhilfswerk weiterhin zuverlässig Menschen unterstützen kann, deren Leben durch einen Schicksalsschlag, eine schwere Krankheit oder dramatische Ereignisse aus der Bahn geworfen wurde.
Armut ist die häufige Folge, besonders betroffen sind alte Menschen, chronisch Kranke oder Alleinerziehende, aber auch Geflüchtete. Sie alle trifft nun auch die Entscheidung der Stadt München, die die Ausgaben für soziale Leistungen im aktuellen Haushalt deutlich kürzen muss. Gut 44 Millionen Euro sollen laut Sozialreferat im Jahr 2026 weniger zur Verfügung stehen als vorgesehen.

Spardruck in München:44 Millionen Euro weniger für Soziales
Die Hilfe für Geflüchtete soll eingefroren werden, in anderen Bereichen deutlich weniger Geld zur Verfügung stehen: Wird München jetzt unsozial? Auf keinen Fall, betont die rot-grüne Rathauskoalition. Wohlfahrtsverbände aber warnen.
Die Geldspende ist das eine, um den immer mehr werdenden Menschen, die von Armut betroffen sind und immer weniger Unterstützung erhalten, das Leben etwas zu erleichtern – etwa, um sich ein Paar neue Winterstiefel zu kaufen oder einen Friseurbesuch bezahlen zu können. Manchmal geht es auch um die Anschaffung eines Handys oder Laptops, um in einer digitalisierten Welt Kontakt mit Behörden aufzunehmen oder als junger Mensch in der Schule mithalten zu können.
Was Betroffenen aus München und dem Umland aber ebenso viel bedeutet: Es denkt jemand an sie. Sie sind von der Gesellschaft nicht vergessen worden. Darüber freuen sich auch die Bedürftigen der Pfarrgemeinde Mariä Sieben Schmerzen im Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl. In deren Namen schreibt der Pastoralreferent an SZ Gute Werke: „Dadurch, dass Sie an uns spenden, geben Sie uns ein Zeichen, dass wir, die Bedürftigen und Armen, nicht vergessen sind.“
„Jede einzelne Spende macht einen Unterschied und zeigt, wie viel Vertrauen und Engagement uns entgegengebracht wird“, sagt Sandra Geisler, die mit ihrem Team dafür Sorge trägt, dass die Spendengelder schnell bei den Bedürftigen ankommen. Eins zu eins geht jeder Euro an die Menschen, die das Geld dringend brauchen, weil soziale Leistungen in vielen Fällen nicht greifen. Sämtliche Verwaltungskosten übernimmt der Süddeutsche Verlag.
Spenderinnen und Spender können zudem sicher sein, dass ihre Großzügigkeit wirklich bei denen landet, die sie am dringendsten benötigen. Unterstützt werden Privatpersonen sowie soziale, gemeinnützige Einrichtungen und Projekte, die ausschließlich Hilfsbedürftigen zugutekommen. Eine Bedürftigkeitsprüfung ist Voraussetzung dafür, dass Spendengelder ausbezahlt werden. Hierbei wird SZ Gute Werke von den Mitarbeitenden des Sozialreferats unterstützt, aber auch von den Organisationen und Institutionen, die sich mit der Bitte um Einzelfallhilfen oder der Förderung von Projekten an SZ Gute Werke wenden.
Was Armut bedeutet und wie es den Alltag körperlich wie seelisch beeinflusst, dazu haben sich Reporterinnen und Reporter auch im vergangenen Jahr wieder mit Betroffenen zu berührenden Gesprächen getroffen. Bewegt waren SZ-Leserinnen und -Leser etwa von dem Mann, der Flaschen sammelte und dem zur Strafe die sozialen Leistungen gekürzt wurden. Auf einen anderen Text schrieb ein Leser: „Ihr Artikel hat mein Herz gerührt. Leider kann ich die Welt nicht retten, aber vielleicht hilft eine Spende von 50 Euro, dem Mann etwas Licht und Wärme in seinem Leben zu geben.“ Auch der Text „Nur ein Mal kam ein Schulfreund zu Ilyas nach Hause – dann nie wieder“ hat bewegt. So schrieb eine Leserin: „Ich hatte auch immer Sorge, jemanden mit nach Hause zu bringen. Meine Mutter und ich haben uns da herausgearbeitet. Ich würde den beiden Kindern gerne zeigen, dass man es in Deutschland schaffen kann, wenn man in der Schule gut lernt.“
Das bisherige Ergebnis sei ein starkes Signal dafür, dass SZ Gute Werke dort ansetzen kann, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird, sagt Sandra Geisler. „Besonders freut uns, dass immer mehr Menschen uns auch in ihrem Testament bedenken und uns damit ihr großes Vertrauen schenken. Auf diese Weise setzen sie ein Zeichen, dass sie über ihr Leben hinaus etwas für Bedürftige tun und der Gesellschaft etwas Bleibendes zurückgeben möchten.“
So können Sie spenden
Wer Menschen aus dieser Geschichte oder anderen, die in Not geraten sind, helfen will, wird um ein Geldgeschenk gebeten, Sachspenden können leider nicht entgegengenommen werden.
Bareinzahlungen sind im neuen SZ-Servicepunkt am Marienplatz im Kaufhaus Ludwig Beck, Eingang Dienerstraße, 1. OG, möglich. Es ist von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Sicher online spenden können Leser im Internet unter www.sz-gutewerke.de. Überweisungen sind auf folgendes Konto möglich:
SZ Gute Werke e. V.
HypoVereinsbank
IBAN: DE04 7002 0270 0000 0822 28
BIC: HYVEDEMMXXX
Spenden sind steuerlich abzugsfähig; bis zu einem Betrag in Höhe von 300 Euro reicht der vereinfachte Nachweis. Bei Spenden in Höhe von mehr als 300 Euro senden wir Ihnen die Spendenbestätigung zu, sofern auf der Überweisung der Absender vollständig angegeben ist.

