Bayern:Susanne Seehofer kandidiert für die FDP

Lesezeit: 1 min

Bayern: Susanne Seehofer könnte der FDP im bayerischen Wahlkampf zu einiger Aufmerksamkeit verhelfen.

Susanne Seehofer könnte der FDP im bayerischen Wahlkampf zu einiger Aufmerksamkeit verhelfen.

(Foto: Lennart Preiss/dpa)

Die Tochter des früheren CSU-Chefs und bayerischen Ministerpräsidenten will in den Landtag - per Direktmandat im Stimmkreis München-Mitte. Von ihrer Kandidatur dürften sich die Liberalen einiges erhoffen.

Spannende Personalentscheidung bei der FDP in Bayern: Susanne Seehofer, Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer, geht für die FDP im Herbst 2023 ins Rennen um ein Landtagsmandat. In einer parteiinternen Kampfabstimmung um die Direktkandidatur im Stimmkreis München-Mitte setzte sich Seehofer am Sonntagabend gegen drei Gegenkandidaten durch. Nach FDP-Angaben erhielt sie bereits im ersten Wahlgang die notwendige absolute Mehrheit der Stimmen.

Seehofer war 2021 in die FDP eingetreten. "Mit der FDP kann ich mich am besten identifizieren", lautete ihr Argument, "dabei geht es um Freiheit, Eigenverantwortung und Respekt vor jeder Lebensführung". Das erregte einiges Aufsehen, auch wenn ihr Vater Horst Seehofer damals sagte, "überhaupt kein Problem" mit der Parteizugehörigkeit seiner Tochter zu haben. Für alle seine Kinder gelte, dass sie ihre eigene Meinung und ihren eigenen Horizont haben. Wenn seine Tochter zur FDP gehe, sei das "kein Landesverrat". Mittlerweile ist sie sogar stellvertretende Vorsitzende der Partei in München.

In der FDP dürften sich einige von Susanne Seehofer wohl einen Schub für den Landtagswahlkampf erhoffen, wenn die Tochter des früheren Ministerpräsidenten und CSU-Chefs für die Liberalen kandidiert. Der prominente Name könnte zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit und zum Wiedereinzug in den Landtag verhelfen. 2018 schaffte es die FDP nur knapp über die fünf Prozent.

Es ist in der jüngeren Vergangenheit nicht das erste Mal, dass es die Tochter eines bekannten CSU-Elternteils zur politischen Konkurrenz zieht. So saß einige Jahre lang Claudia Stamm, Tochter der früheren Landtagspräsidentin Barbara Stamm, für die Grünen im Landtag.

Zur SZ-Startseite

MeinungVor der Landtagswahl
:Darum will die CSU keinen Wahlkampf gegen Katharina Schulze

Die besseren Wahlchancen hätten Bayerns Grüne wohl mit Katharina Schulze als alleiniger Spitzenkandidatin. Doch einen echten Zweikampf mit Markus Söder lässt die CSU nicht zu, die von den Grünen gerade möglichst wenig wissen will.

Lesen Sie mehr zum Thema