Dieser Kompromiss zwischen Stadt und Surfern besteht seit 2010. Damals übernahm München vom Freistaat Bayern ein Grundstück, auf dem auch die Eisbachwelle liegt. Erst dieses Tauschgeschäft - der Staat bekam im Gegenzug ein Grundstück im Englischen Garten - machte das Surfen auf dem Eisbach legal. Weil Bayern Haftungsklagen bei Unfällen fürchtete, war das Flusssurfen auf dem Eisbach vorher offiziell verboten. Wer dabei erwischt wurde, musste mit rechtlichen Konsequenzen rechnen - das gilt im Übrigen immer noch für die "Eisbachwelle 2". Im selben Jahr kam der Dokumentarfilm Keep Surfing von Regisseur Bjoern Richie Lob über die Münchner Riversurfing-Szene in die Kinos, der der Welle zu Popularität - und neuen Fans verhalf. Für die Münchner Surfer Fluch und Segen zugleich.

Bild: dpa 8. Oktober 2014, 12:242014-10-08 12:24:36 © SZ.de/jobr/dgr