Das Flusssurfen hat in der bayerischen Landeshauptstadt eine mehr als 30-jährige Tradition, beinahe rund um die Uhr surfen die Münchner ihre Eisbachwelle und zeigen Tricks. "Manche Schüler verabreden sich frühmorgens, um zu surfen, und gehen dann mit nassen Haaren in die Schule. Und nachmittags kommen sie gleich wieder", sagt Flo Hagena, Extremsport-Fotograf und früher selbst Eisbachsurfer. Schüler sind nicht die Einzigen, die es auf die Stauwelle zieht: Studenten, IT-Spezialisten, Designer, Elektriker, Anwälte und weltbekannte Surf-Profis reiten die Welle. Mehr als 2000 Surfer gibt es heute in München, schätzt Wolfrik Fischer, Sprecher der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM). Und das wird zunehmend zum Problem, denn "maximal ein Drittel sind erfahrene Flusssurfer", so Fischer. Die Eisbachwelle aber ist nur für geübte Riversurfer, wie die spezielle Surfart auch genannt wird, zugelassen. "Anfänger haben dort absolut nichts verloren."

Bild: lok 8. Oktober 2014, 12:242014-10-08 12:24:36 © SZ.de/jobr/dgr