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Streckensperrungen in München:Fahr Bus statt Bahn

Von März an droht in München eine Vielzahl von Streckensperrungen. An sieben Wochenenden geht zwischen Pasing und Ostbahnhof gar nichts.

Ob auf der S 6 zwischen Starnberg und Tutzing, der S 3 zwischen Olching und Mammendorf oder auf der S 2 zwischen Petershausen und Dachau - die Nutzer der Münchner S-Bahn sollten sich in den nächsten Wochen auf Einschränkungen und Behinderungen einstellen. Nach dem Ende der Frostperiode schickt die Deutsche Bahn wieder zahlreiche Bautrupps los, um Schienen und Weichen zu erneuern, alte Oberleitungen durch neue Fahrdrähte zu ersetzen oder Instandhaltungsarbeiten an Signalen vorzunehmen.

Oft finden die Sperrungen und Einschränkungen aber in den Abendstunden oder am Wochenende statt. Wirklich heftige Einschränkungen mit Vollsperrung des Tunnels in der Innenstadt sind erst im Sommer geplant.

Konkret legen die Bautrupps in den nächsten Wochen unter anderem auf dem West-Ast der S 3 los: Dort haben die Ingenieure der Bahn in den Nächten vom 7. auf den 8. März sowie vom 18. auf den 19. März zwischen Olching und Mammendorf Oberleitungsarbeiten vorgesehen.

Fahrgäste müssen von etwa 22 Uhr an auf Ersatzbusse ausweichen. Ähnliches steht in den Nächten vom 11. bis 15. März zwischen Lochhausen und Mammendorf an. Auch dort wird an der Oberleitung gewerkelt; jedoch müssen die Fahrgäste nicht auf Busse umsteigen. Auf sie kommen geänderte Abfahrtszeiten und ein ausgedünnter Takt zu.

Ende März kommt es dann ebenfalls zu Fahrplanänderungen, dem Wegfall von einzelnen Zügen sowie dem Einsatz von Ersatzbussen auf der Flughafenlinie S 1. Los geht es am 19. März, enden werden die Arbeiten am 30. März. Auch hier stehen Arbeiten an der Oberleitung an, die Einschränkungen betreffen aber wiederum nur den Spätverkehr von etwa 22.50 Uhr an. Weitere Informationen zu den baustellenbedingten Behinderungen finden die Fahrgäste im Internet unter www.s-bahn-muenchen.de. An den Haltestellen hängen zudem Hinweise aus.

Die ganz große Baumaßnahme plant die Bahn in diesem Sommer: Dann wird der Konzern an insgesamt sieben Wochenenden im Juli und August die Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof komplett sperren - und zwar jeweils von Freitagabend, 20 Uhr, bis Montagfrüh um 4 Uhr. In dieser Zeit muss die Bahn zum einen die unterirdischen Haltepunkte entlang der S-Bahn-Stammstrecke mit zusätzlichen Einrichtungen zum Brandschutz ausstatten.

Das ist eine Auflage der Behörden. Zudem will der Konzern den Stillstand im Tunnel nutzen, um alte Schienen und Weichen auszutauschen sowie Teile der Signaltechnik zu erneuern. Und zu guter Letzt sollen an den Stationen hellere Leuchten und neue Deckenverkleidungen montiert werden - die hatte die Bahn schon vor einigen Jahren abgenommen, seither ist der blanke Beton zu sehen.

© SZ vom 25.02.2012/sonn
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