Stillen in der Öffentlichkeit„Wir sexualisieren die Brust“

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Eine Mutter und ihr Kind als Model für das Projekt. „Ich still, wo ich will“.
Eine Mutter und ihr Kind als Model für das Projekt. „Ich still, wo ich will“. Anika Krickl/oh

Die Münchnerin Sirid Böhm über ihr Kunstprojekt mit stillenden Müttern. Ein Gespräch darüber, wie Frauen auf dumme Sprüche reagieren können, und warum sich so viele durch einen entblößten Busen gestört fühlen.

Interview von Sabine Buchwald

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Die Politologin Sirid Böhm, 36, und die Fotografin Anika Krickl haben Anfang des Jahres über Instagram für ihr Fotoprojekt „Ich still, wo ich will“ Mütter gesucht. Sie sollten sich mit ihren Kindern beim Stillen im öffentlichen Raum mitten in München fotografieren lassen. Innerhalb kurzer Zeit meldeten sich mehr als 100 Frauen. Das habe ihnen gezeigt, dass sie einen Nerv getroffen haben, sagt Böhm beim Gespräch am Telefon. Sie sei grundsätzlich eine selbstbewusste Frau, aber unterwegs mit einem Säugling werde man verletzlicher.

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