Becher zum Behalten

Vor einem halben Jahr waren Fabian Eckert und sein Mitgründer noch zu zweit - heute beschäftigt ihre Firma Recup 13 Vollzeitmitarbeiter und fünf Werkstudenten. Und das alles, weil ihre wiederverwertbaren Kaffeebecher so gut ankommen. "Am Anfang hat uns eine Beraterin der Social Entrepreneurship Akademie sehr geholfen", sagt Eckert. Alle zwei Wochen hätten sie über die nächsten Schritte gesprochen und sich auch die Frage gestellt: Was verdient eigentlich ein Geschäftsführer eines Sozialunternehmens? Im Team haben sie daraufhin ihre Gehälter miteinander verhandelt, mit dem Ziel, das "jeder sich wohlfühlt und gut davon leben kann", erzählt Eckert. So kommt es, dass ein Teammitglied mit Familie mehr verdient als die beiden Geschäftsführer selbst. Kein Problem für den 27-Jährigen. Über das Finanzierungsnetzwerk BayStartup trieb Recup eine höhere sechsstellige Investitionssumme ein. Dass ihre Firma sich am Markt behaupten und gleichzeitig soziale Veränderung anstoßen will, darin sieht Eckert keinen Widerspruch. "Viele suchen einen Job mit Sinn - wir haben uns unseren Traumjob einfach erschaffen", sagt Eckert.

Bild: Catherina Hess 19. Oktober 2017, 08:232017-10-19 08:23:32 © SZ vom 19.10.2017/vewo