Start-upSo werden aus Ideen erfolgreiche Firmen

Aus schlauen Ideen können Firmen mit einem tragendem Geschäftsmodell werden - auch wenn bei ihnen der soziale Mehrwert im Vordergrund steht. Vier Beispiele.

Plattform für Imker

Als die Designstudentin Viktoria Schmidt im Jahr 2014 Unterstützung für ihre ungewöhnliche Idee suchte, konnten manche Förderer das Projekt nicht richtig einordnen: Sollte das nun ein klassisches Start-Up werden oder eine Aktion für das Gemeinwohl? Beides zugleich. "Heute gibt es in München ein viel klareres Verständnis für den Wert von Sozialunternehmertum", sagt Schmidt. Sie hat eine Imkerplattform gegründet, mit der sie gegen das Bienensterben ankämpfen will. Dafür hat sie eine neue Verpackungsmethode für Honig erfunden, der in flache Tüten abgefüllt nun auch per Post versendet werden kann. Rund 50 Münchner Imkern bietet sie auf der Webseite eine Absatzmöglichkeit. Mit der Unterstützung der Social Entrepreneurship Akademie konnte sie dafür einen ersten Prototyp fertigen. Gemeinsam mit ihren drei Mitgründern hat die 30-Jährige eine klare Vision: Imker und Honigliebhaber zusammenbringen. "Ein klassischer Investor wird nie Interesse an uns haben, weil wir unseren Imkern mindestens zehn Prozent mehr als den marktüblichen Preis zahlen." Das Wichtigste bei ihrer Arbeit sei ihr: die soziale Wirkung.

Bild: dpa 19. Oktober 2017, 08:232017-10-19 08:23:32 © SZ vom 19.10.2017/vewo