„Dade“, sagt Mattes. Der Zweijährige kann manche Buchstaben noch nicht aussprechen. „Dade“ kann vieles heißen. Danke zum Beispiel, Schokolade oder Tante. Wenn dann das große Rätseln beginnt und das richtige Wort nicht sofort gefunden wird, fließen schnell Tränen oder es gibt Wutausbrüche. Heilpädagogin Anna Böhm versteht ihren Sohn trotzdem. „Dade“ bedeutet „Katze“. Mit seinen Fingern formt Mattes nämlich am Gesicht Schnurrhaare. In der „Zwergensprache“ ist das das Zeichen für Katze. Zwar macht Mattes die Geste etwas ungenau, aber seine Mutter erkennt sie. Sie hat gelernt, die kleinen Gesten ihres Kindes zu deuten.
Junge FamilienWenn Babys und Kleinkinder ohne Worte sprechen
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Sie winken, deuten, zeigen – und sagen mehr, als viele ahnen: Mit Zwergensprache lernen Babys und Kleinkinder, sich mitzuteilen. Zwei Frauen aus dem Landkreis Starnberg machen vor, wie das klappt.
Von Patrizia Steipe, Gilching
