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Wohnungsbau:Kommunalunternehmen vor neuen Aufgaben

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Die Tage des herunter gekommenen Gebäudes in der Stampfgasse sind gezählt: Anstelle der einstigen Obdachlosenunterkunft entsteht ein Neubau.

(Foto: Nila Thiel)

Nach dem Feuerwehrhaus soll das SeeKu jetzt mehrere Wohnhäuser in Seefeld und Hechendorf planen

Die Premiere hat das SeeKu, das noch junge Seefelder Kommunalunternehmen, mit Bravour hingelegt. Der Bau des neuen Hechendorfer Feuerwehrhauses ist voll im Zeitplan, die Kosten werden nicht nur eingehalten, sondern sogar unterschritten. Das hat die Gemeinderäte überzeugt und dem SeeKu in der jüngsten Sitzung gleich zwei neue Aufgaben übertragen: den Bau mehrerer Wohngebäude an der Spitzstraße als Abschluss des Einheimschenmodells sowie den Bau neuer, ebenfalls günstiger Mietwohnungen, an der Stampfgasse in Oberalting.

Das heruntergekommene alte Haus an der Stampfgasse 5, früher die Obdachlosenunterkunft der Gemeinde, wird gerade entkernt. Daneben, im ehemaligen Bauhof, stehen alte Fahrzeuge des "Vereins zur Förderung historischer Feuerwehrgerätschaften". Beide Gebäude werden abgerissen. Dann will die Gemeinde auf dem etwa 2000 Quadratmeter großen Grundstück, das ihr gehört, günstige Wohnungen errichten. "Zwischen dem Abriss und dem Neubau soll möglichst wenig Zeit liegen", sagt Bürgermeister Wolfram Gum. Pläne für die Bebauung gab es bereits, wurden aber als zu massiv verworfen. Nun sollen sich die SeeKu-Geschäftsführer Matthias Riederer und Gerd Schnitzler Gedanken machen, wie Wohnen dort aussehen könnte.

Genauso wie an der Spitzstraße in Hechendorf. Dort sind laut Bebauungsplan drei Gebäude mit je sechs Wohnungen vorgesehen. Weil öffentlich geförderte Wohnungen in der Regel nur 55 bis 75 Quadratmeter groß sein dürfen, wird sich das wohl ändern, es könnten auch vier oder fünf Häuser sein, hieß es bereits in einer der vergangenen Sitzungen.

Die erste Aufgabe für die SeeKu ist nun, "sämtliche Fördermittel auszuloten", sagt Riederer. Weil Wohnungsbau ein vordringliches Thema sei, rechnet er auch mit hohen Zuschüssen. Dann gehe es um die Konzepte: "Welche Form wollen wir? Was ist möglich?" Dazu müsse man sich Partner suchen, viele Gespräche führen und alle einbinden. Den Lenkungskreis der Ortsentwicklung, den Gemeinderat, das Bauamt, den Verwaltungsrat der SeeKU - und natürlich die Bürger, vor allem die Anrainer. Dann muss ein Architekt gefunden werde. "Im Kopf sind schon Ideen vorhanden", meint der Bauingenieur.

Was da entsteht in Seefeld, soll ausgewogen, attraktiv, nachhaltig und generationsübergreifend sein. "Da braucht es auch mal einen Blick über den Tellerrand hinaus", meint Riederer. Die Bebauung des Schmucker-Grundstücks in Utting ist für ihn vorbildlich. Bei allen öffentlichen Aufträgen, die der Bauingenieur sonst realisiert - "ich freue mich, im eigenen Dorf bauen zu dürfen".

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