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Wörthsee:Großes Interesse an Bürgerbegehren

Noch bis zum kommenden Montag können die Wörthseer das Bürgerbegehren gegen einen neuen Supermarkt unterschreiben, das unter dem Titel "Nein danke zu einem Vollsortimenter nördlich Zum Kuckucksheim" läuft. Wie Doja Muggenthaler vom Bündnis "Rettet den Kuckuckswald" mitteilt, sei das Interesse groß. Wegen des Lockdowns könnten zwar keine Infostände oder eine Informationsveranstaltung stattfinden, aber "per Mail, am Telefon, an der Haustüre oder in Warteschlangen" entwickelten sich viele Diskussionen über den geplanten Laden. Es zeige sich, dass sich eine große Zahl der Unterzeichner eine weitere Einkaufsmöglichkeit in Wörthsee wünscht, "wie wir auch", aber nicht um den Preis einer Naturzerstörung.

Vergeblich hat die Initiative in einem offenen Brief an die Gemeinde gefordert, die entsprechenden Pläne länger auszulegen. Die Auslegefristen für den Bebauungsplanentwurf "Sondergebiet Lebensmittelvollsortimenter und Wohnen nördlich Zum Kuckucksheim" sowie die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans endet am Dienstag. Wegen der Ausrufung des Katastrophenfalls und der verschärften Corona-Einschränkungen hätten viele Bürger nicht genug Zeit, die Pläne einzusehen, argumentierten die Kritiker, die eine Verlängerung bis zum Ende des Lockdowns plus vier weitere Wochen vorgeschlagen haben.

Bürgermeisterin Christel Muggenthal sieht dafür aber keine Veranlassung. Es gebe jederzeit die Möglichkeit, auf der Homepage der Gemeinde die Unterlagen einzusehen oder einen Termin zur persönlichen Einsichtnahme zu vereinbaren, heißt es in ihrer Stellungnahme vom Freitag. Das Rathaus könne nach Absprache zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden.

© SZ vom 19.12.2020 / csn
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