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Wirtschaft:Rendite mit Windpark

Filialdirektor Roland Schelonke (rechts) und Daniel-Andre Kramer, Leiter des Wealth-Managements, wollen Kunden passende Angebote machen.

(Foto: Commerzbank)

Commerzbank bietet Investition in Energieprojekte an. Immer mehr Kunden gehen online

Von Christian Deussing, Starnberg

Die Corona-Krise fordert auch die Kunden und Mitarbeiter der Commerzbank in Starnberg heraus. Doch man komme gut durch und könne trotz allem für das vergangene Jahr eine positive Bilanz ziehen, sagt Filialdirektor Roland Schelonke, der auch für die Standorte Weilheim und Geretsried verantwortlich ist.

Die Pandemie habe den Trend, Finanzgeschäfte digital zu erledigen, nochmals beschleunigt, die Zahl der Banking-App-Nutzer sei um 50 Prozent gestiegen, so der Filialleiter. Bis vor zwei Jahren seien zudem Beratungsgespräche per Video noch die Ausnahme gewesen, jetzt aber "tägliche Routine".

Dennoch sei die persönliche und seriöse Beratung "vor Ort" weiterhin sehr wichtig, betont Schelonke. Insgesamt habe die Starnberger Commerzbank im vorigen Jahr 308 neue Privat- und Unternehmerkunden gewinnen können, somit würden insgesamt fast 5000 Kunden betreut. Hierbei gehe der Trend eindeutig in Richtung "Mobile-Banking". Zudem seien aus vielen Sparern Anleger geworden, die schon ab 25 Euro pro Monat Wertpapiere gekauft hätten. Diese Sparpläne seien besonders bei jüngeren Leuten beliebt, berichtet der Bankdirektor. Hier sei ein Zuwachs von 43 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt hat sich laut Jahresbilanz das Depotvolumen der Starnberger Commerzbank auf 210 Millionen Euro erhöht.

In der Bilanz tauchen auch die Corona-Hilfen auf: 41 Millionen Euro wurden demnach an KfW-Krediten für Firmen in der Starnberger Region genehmigt - bisher seien davon aber weniger als die Hälfte in Anspruch genommen worden, so Schelonke. Gewinner in der Pandemie-Krise sind nach seinen Angaben der Lebensmittel- und Onlinehandel und die Medizintechnik. Hart getroffen worden seien hingegen Gastronomie, Reise- und Modebranche sowie der stationäre Einzelhandel.

Um 70 Millionen Euro stieg im Vorjahr das Geschäft mit Baufinanzierungen, die für den Starnberger Standort ein Gesamtvolumen von 167 Millionen Euro aufweisen. Laut Schelonke achten immer mehr Kunden bei Bau oder Renovierung auf ökologische Aspekte, was mit einem Zinsrabatt für Energieeffizienz belohnt werde. Im Blick habe man in der Vermögensberatung auch grüne Anlageformen, die stark nachgefragt werden. Die Kunden könnten aus zehn nachhaltigen Wertpapierfonds auswählen - und etwa mit dem neuen Fonds KlimaVest in Energieprojekte wie Windparks investieren, sagt Daniel-Andre Kramer, Leiter des Wealth-Managements in Starnberg.

© SZ vom 05.05.2021
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