Stunde der WintervögelDrei Spatzen pro Garten

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Verschiedene Naturschutzverbände rufen Gartenbesitzer dazu auf, Vögel zu zählen.
Verschiedene Naturschutzverbände rufen Gartenbesitzer dazu auf, Vögel zu zählen. (Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

Im Landkreis Starnberg zeigen sich heuer besonders viele Gäste aus dem hohen Norden. Das zeigt die aktuelle Zählung vom Januar.

Von Armin Greune, Starnberg

Sie profitiert wohl vom verbesserten Immobilienangebot: Im Landkreis Starnberg ist auch heuer die Kohlmeise die häufigste Art, wie die Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" ergeben hat. Auch ihre Verwandte ist inzwischen öfter in den Gärten des Fünfseenlandes anzutreffen: Die Blaumeise landete bei der jüngsten Zählung zwischen 5. und 7. Januar hinter Amsel und Haussperling auf Rang vier. Den Grund für die Zunahme der beiden Meisenarten vermutet der Landesbund für Vogelschutz (LBV) im vermehrten Wohnraum: Immer mehr Naturfreunde hängten in ihren Gärten Nistkästen auf, die von den Höhlenbrütern gerne angenommen werden.

Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich mehr Wintergäste im Landkreis Starnberg anzutreffen: Die Sichtungen von Erlenzeisigen (Platz 8), Stieglitzen (Platz 9) und Bergfinken (Platz 10) haben in diesem relativ frostigen Januar deutlich zugenommen. Selbst der höchst seltene Seidenschwanz, eigentlich ein Bewohner der nordischen Taiga, konnte im Fünfseenland beobachtet werden. Allerdings wurde er nur in einem einzigen Garten entdeckt; auch Eisvogel, Merlin und Bachstelze wurden bloß ein einziges Mal registriert.

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Nach einer relativen Flaute im Vorjahr, als sich nur 343 Landkreisbürger an der Zählung beteiligten, ist das Interesse wieder merklich angestiegen. 588 Vogelfreunde hielten heuer in 438 Gärten eine Stunde lang Ausschau und zählten insgesamt 12 971 Individuen, mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Auch die durchschnittliche Zahl an Vögeln pro Garten ist deutlich gewachsen: Mit 29,6 (2023: 24,8) liegt sie höher als in den fünf Jahren zuvor.

Den größten Anteil nimmt im Landkreis Starnberg die Kohlmeise ein: 1941 Meldungen entsprechen rein statistisch 4,4 Vögeln pro Garten. Es folgen die Amsel mit 3,4 und der Haussperling mit 3,3 Individuen je Beobachtungsort. Die Blaumeise wurde durchschnittlich 2,8 Mal pro Garten notiert, um ein Viertel häufiger als 2023.

Im gesamten Freistaat zählten heuer knapp 27 000 Vogelfreunde mehr als 630 000 Individuen; die durchschnittliche Dichte pro Garten liegt mit 32,1 höher als im Landkreis Starnberg. Bayernweit rangiert der Haussperling vor der Kohlmeise und dem Feldsperling, dann folgen Blaumeise und Amsel. Die gleiche Reihung hat sich schon im vergangenen Jahr ergeben; die genannten fünf Arten werden seit vielen Jahren am häufigsten beobachtet und stellen mehr als die Hälfte aller gesichteten Vögel. Im Landkreis Landsberg meldeten 533 Beobachter mehr als 12 800 Vögel, das sind 36,5 pro Garten. Dort liegen die beiden Spatzenarten knapp vor der Kohlmeise.

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